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Geschichten aus der Gruft, Teil 3
Pischners erste sanktionierte Turniere
von Andreas "Zeromant" Pischner
14.01.2008

Der nächste Schritt

Alliances war bereits erschienen, als ich mein erstes sanktioniertes Turnier spielte.

Da ich dem faszinierenden Spiel Magic einige Monate lang vergeblich noch Widerstand geleistet und erst mit Fallen Empires damit begonnen hatte, brachte ich es fertig, den Löwenanteil meiner finanziellen Aufwändungen in folgende Sets zu stecken: Fallen Empires, 4th Edition, Chronicles, Ice Age & Homelands.

Schlechter konnte man wirklich nicht investieren!

Trotzdem tauschte und kaufte ich auch "rückwärts", so dass Revised und The Dark, sowie die damals im Zusammenhang mit der Promotion der ersten Magic-Bücher gedruckten besonderen Karten (Arena, Sewers of Estark, Giant Badger, Windseeker Centaur, Mana Crypt) und der berühmte Nalathni Dragon meine Sammlung komplettierten. Ich besaß damals alle Rares vier Mal – die Doppelländer, von denen mir aufgefallen war, dass ich sie immer wieder benötigte, sogar acht Mal – und alle Commons und Uncommons mindestens acht Mal (Swords to Plowshares sechzehn Mal, Disenchant vierundzwanzig Mal). Aus den überschüssigen Homelands-Commons stellte ich mir übrigens ein Memory-Spiel zusammen, welches ich mit meiner damaligen Freundin gelegentlich benutzte.

Weiter rückwärts investierte ich nicht – die älteren Karten waren ja so teuer! Im Nachhinein weiß ich auch nicht so recht, was ich mir damals dabei gedacht habe, lieber displayweise die aktuellen Editionen zu kaufen, bis sich selbst die Rares bei mir stapelten, anstatt in Beta, Arabian Nights, Antiquities und Legends zu investieren – hatte ich erwartet, dass diese Sets irgendwann wieder billiger werden würden? Vermutlich hatte ich, naiv wie ich war, einfach darauf vertraut, dass WotC diese Karten bald nachdrucken würde – wie sollte man denn sonst damit Turniere spielen? Dann kam Chronicles heraus, und ich fühlte mich in meiner Hoffnung bestätigt. Als jedoch einige Monate später WotC seine neue Reprint Policy und die Reserved List vorstellte, hörte ich vor Wut beinahe mit Magic auf – wie konnten dieser Firma die Spekulanten nur wichtiger sein als die Spieler?

Bei Neutopia, einem Hobby Shop in Berlin-Tegel, dessen Nachfolgeladen Grumpf! auch bereits seit einigen Jahren nicht mehr existiert – die Zeit vergeht nicht, sie verrennt! – stand irgendwann im Frühjahr 1995 für ein paar Wochen ein Black Lotus in einer Vitrine und wartete auf einen Käufer. Was haben wir uns darüber lustig gemacht – welcher Trottel würde denn EINHUNDERT MARK für eine Magic-Karte ausgeben? Ach ja.

Für die Typ-2-Turniere der damaligen Zeit, sowie später für das neue Extended-Format, war ich jedenfalls bestens gerüstet. Ich besaß alle nötigen Karten, also waren sanktionierte Turniere doch der logische nächste Schritt, nicht wahr?

So etwas wie eine Turnierszene begann in Berlin damals gerade erst zu entstehen. Besonders Matthias Nagy organisierte fleißig immer wieder Events, zunächst unsanktionierte, später aber hauptsächlich PTQs und Pre-Releases. Bevor diese großen Turniere (wer sich nicht mehr erinnert: Pre-Releases gab es damals nur eine festgelegte, geringe Anzahl in Deutschland, so dass man als Spieler gerne ein paar Stunden Fahrzeit auf sich nahm, um an einem teilzunehmen) von Läden ausgerichtet wurden, war er in Berlin der große Organisator. Später würde er seinen Level-3 machen und schließlich zur Konkurrenz von Universal Cards wechseln und dort eine Schlüsselposition in der Distribution besetzen.

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Berliner Idiosynkrasie
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Matthias hat unglaublich viel für die Berliner Magic-Szene getan, aber bis er zu dem ruhigen, selbstbewussten und kompetenten Judge herangewachsen war, als den ihn die meisten Spieler vermutlich noch in Erinnerung haben, vergingen doch einige Jahre. Seine Hauptschwäche war damals der fehlende Mut zur Konfrontation mit problematischen Spielern – und was problematische Spieler anbetraf, war Berlin von Anfang an die deutsche Magic-Hauptstadt!

Neben einer erheblichen Anzahl zwielichtiger Spieler gab es da die sogenannten "Legions of Doom" (ob ihnen wohl jemals klar war, dass der Plural hier keinen Sinn ergibt?), auch "Doomies" genannt. Deren Mitglieder pflegten mit viel Engagement das Image derjenigen Typen, bei deren Anblick man besser die Straßenseite wechseln sollte, wenn man nicht zusammengeschlagen und "abgezogen" werden wollte. Sätze wie "Wenn Du mein Deck anfässt, brech' ich Dir die Finger", wenn ein Gegenspieler von dem ihm in den Floor Rules zugesicherten Recht, das gegnerische Deck zu mischen, Gebrauch machen wollte, waren Teil ihres Standard-Repertoires. Großspurigkeit, Einschüchterung und der bewusst hervorgerufene Eindruck, sie hätten etwas mit dem organisierten Verbrechen zu tun, waren ihre Markenzeichen.

Die "Doomies" bestanden aus Sebastian Finck, Oliver Wusch, Christian Dreher und vor allem dem berüchtigten Michael Giersch (hier setzt Tobi hoffentlich ein Link zu jenem legendären PlanetMTG-Interview mit ihm!). Dabei war Michael trotz seines beinahe schon persifliert überzogenen Proletentums wohl der Kopf dieses Teams, das übrigens aus keineswegs schlechten Spielern bestand. Erstaunlicherweise konnte ich mich mit Michael unter vier Augen gar nicht einmal schlecht unterhalten – er war intelligent und ohne den Druck von Beobachtern, vor denen er eine große Lippe beweisen musste, auch nicht unsympathisch. Nichtsdestotrotz lässt sich seine Selbstdarstellung wohl am treffendsten mit jener kurzen Unterhaltung skizzieren, welche ich irgendwann um die Jahrtausendwende (also zu einer Zeit, als die Doomies vielleicht nicht gerade "zahm", aber zumindest erträglich geworden waren) herum mit ihm führte:

Ich (in meiner Funktion als Mitarbeiter bei Serious Games, wo sich die Doomies erstaunlicherweise immer erheblich besser benahmen als anderswo, weil sie wussten, dass sie hier im Gegensatz zu anderen Läden andernfalls ruckzuck Ladenverbot bekommen hätten):

"Micha, was höre ich da für merkwürdige Geschichten? Jonas traut sich nicht mehr in den Laden, weil DU IHM Geld schulden würdest?"

Michael (achselzuckend): "Ich schulde ihm gar nichts, das ist sein eigenes Problem."

Ich (sinngemäß): "Häh?"

Michael (unnachahmlich cool und mit jenem leichten Akzent, der bei einem blonden blauäugigen Deutschen das Ergebnis jahrelanger Kultivierung sein muss): "Jonas hat mich gefragt, wie man Geld macht. Ich habe ihm gesagt, wie man Geld macht, und er hat es verkackt. Jetzt hat er halt Ärger, aber damit muss er alleine klar kommen."

Ich (sinngemäß): "Aha..."

Der Jonas, von dem hier die Rede ist, ist natürlich Jonas B. – ebenfalls wohl eine der berüchtigtesten Figuren der Berliner Magic-Szene. Während man, all seinen unangenehmen Wesenszügen zum Trotz, Michaels Coolness nicht leugnen konnte, stellte Jonas das genaue Gegenteil von ihm dar. Da ich sowieso gerade abschweife und vorgreife, will ich folgende wahre kleine Anekdote über ihn noch rasch erzählen:

Nach dem Ladenschluss von Serious Games traf sich das Team Istari einmal im nahegelegenen Burger King noch zum Testen. Jonas, der natürlich nicht dazu gehörte, schloss sich an. Wir spielten ein paar Minuten und ein paar türkische/arabische/migrationshintergründige Jugendliche von einem Tisch am anderen Ende des Ladens sahen immer wieder zu uns hinüber. Irgendwann stand einer von ihnen auf, kam zu uns herüber, steuerte zielsicher auf Jonas zu und fragte:

"Ey Alter – hast Du Gras?"

Jonas antwortete, ohne den Fragesteller anzusehen, mit hochrotem Kopf: "Nein, ich habe kein Gras!"

Der Fragesteller schlich von dannen, und wir spielten weiter. Ein paar Minuten später aber war er wieder bei Jonas: "Ey Alter, haste wirklich kein Gras?"

Jonas, noch röter als eben: "Nein, ich habe kein Gras!"

Wieder spielten wir eine Weile weiter, bis ein anderer der Jugendlichen an Jonas herantrat:

"Ey Alter, Du musst doch Gras haben!"

Jonas, den Fragesteller diesmal mit einem geradezu bittenden Gesichtsausdruck ansehend: "Ein für alle Mal, ich habe kein Gras!"

Einige Sekunden Pause. Dann noch einmal der Jugendliche: "Ey Alter – Du hast doch immer Gras!"

Ich lag unter dem Stuhl vor Lachen!

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Das erste Mal tut Blödheit weh
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Doch eigentlich wollte ich ja von meinem allerersten Turnier berichten! Das war, so weit ich mich erinnere, ausnahmsweise nicht von Matthias Nagy organisiert, sondern von einigen Neutopia-Mitarbeitern und fand in irgendwelchen Kellerräumen in Berlin-Tegel statt. Es war September 1996, und das Format war Typ 2 mit Alliances und einer Restricted-Liste. Die Doomies traten komplett an, und ich fühlte mich nicht besonders wohl. Vor dem Turnier daddelte ich ein wenig mit meinem Baxter Good Stuff herum (das ich nicht zu spielen beabsichtigte), und Michael machte einige höhnische Bemerkungen über dieses Deck.

Zu Turnierbeginn jedoch packte ich mein W/u Kontrolldeck aus, welches auf Wrath of God, Swords to Plowshares, Schutz-vor-Schwarz-Rittern gegen Necro und ein bisschen Restricted-Power (Balance, Recall, Zuran Orb, Strip Mine) beruhte, und das zu der Zeit irgendwie jeder spielte. Sebastian Finck scoutete mich aus und teilte diese Information Michael mit, der sie mit einem widerwilligen, aber anerkennenden Knurren kommentierte.

Tja, offensichtlich war ich zu Turnierbeginn viel zu sehr damit beschäftigt mich darum zu kümmern, was die Doomies so taten! Als ich mich meinem ersten Gegner, einem gewissen Frank Seyding (laut meiner Match History jedenfalls) gegenübersetzte, merkte ich das auch, denn meine Anfangshand baute sich wie folgt auf:

Plains
Plains
Plains
Plains
Plains
Plains
Plains

Ich hatte das Mischen vergessen! Mein Deck lag noch genau so sortiert da, wie ich es in der Deckliste aufgeschrieben hatte, nur dass Frank ein paar Karten abgehoben hatte, die jetzt unten lagen. Ich zeigte ihm meine Hand und erklärte die Situation. Was machte man da? (Heute weiß hoffentlich jeder, dass man einen Judge rufen muss, aber erstens wussten wir das damals tatsächlich noch nicht, und zweitens hatte jenes Turnier, glaube ich, gar keinen richtigen Judge...) Ich fragte, ob ich nicht lieber mischen sollte, aber Frank meinte, das sei schon okay, ich sollte die Hand einfach behalten. Mit schlechtem Gewissen (denn ich hatte es ja verbockt) akzeptierte ich diese Strafe und stellte mich darauf ein, dieses Spiel mit nur Ländern garantiert zu verlieren. (Ich weiß nicht mehr, warum ich nicht einfach einen All-Land-Mulligan genommen hatte, den es damals noch gab – vielleicht, weil ich dies als gerechte Strafe ansah!)

Dann aber zog ich:

Adarkar Wastes

...und Hoffnung keimte in mir auf! Warum? Nun, ich spielte genau vier blaue Manaquellen (für den Recall im Hauptdeck, sowie Power Sink, Sleight of Mind & Hydroblast im Sideboard), nämlich 4 Wastes. Warum ich für meine Thawing Glaciers nicht auch noch wenigstens ein Island spielte? Gute Frage – ich kann mich aber nicht erinnern, dass ich damals überhaupt Gletscher im Deck hatte! Kjeldoran Outpost übrigens auch nicht. '96er Tech und so...

Jedenfalls beendeten meine vier Wastes den Landanteil meines Decks. Offenbar hatte Frank den Rest zielsicher abgehoben. Und das bedeutete... dass danach meine Restricted-Karten kamen!

Ich legte nur zwei Länder und spielte in Runde 5 eine Balance, welche alle seine Kreaturen vernichtete und ihn auf zwei Länder zurückwarf, während ich ein paar Plains ablegen musste und ein paar behielt. Dann kam meine Strip Mine, die ihn auf ein Land brachte, und ich legte meine restlichen Länder. Dann gewann ich, nachdem ich noch einmal Recall auf meine Strip Mine gespielt hatte, recht mühelos. Ich entschuldigte mich zwar dafür bei ihm, aber mein schlechtes Gewissen hielt sich in Grenzen: Hatte er nicht darauf bestanden, dass ich nicht noch einmal mischte?

In den nächsten beiden Runden traf ich dann auf Stefan Funke und Boris Buschardt, die beide später meine Teamkollegen werden sollten. Sie spielten beide das gleiche Deck wie ich (nur ohne den Blau-Splash), und ich verlor beide Male. Stefan überraschte mich einmal mit einem Reinforcements, welches er nach meiner Balance spielte, und das ihm drei neue Ritter brachte, die mich verhackstückten. Boris spielte, glaube ich, mit Glaciers, und auch wenn ich es damals nicht begriff, dürfte das wohl der Grund für meine Niederlage gewesen sein!

Das blieben meine einzigen beiden Niederlagen (ich würde das Turnier mit 4 zu 2 beenden und ein paar Booster gewinnen). Einmal spielte ich gegen ein monoschwarzes Deck. Hier kam meine ach-so-raffinierte Sideboard-Tech zum Einsatz: Ich ließ beim Sideboarden "aus Versehen" meinen einzigen Sleight of Mind fallen, so dass mein Gegner ihn sehen musste, damit er sich nicht traute, Gloom gegen mich heréinzunehmen! Super Plan, was? Jedenfalls nahm mein Gegner seine Gloom trotzdem ins Deck und spielte erste Runde einen per Dark Ritual aus. Ich hatte aber Adarkar Wastes und den einsamen Sleight auf der Hand (ich hatte ihn hereingenommen, um seinen Rittern ihren Schutz zu nehmen), und die Sache war gegessen. Kein Glück, nur Können, offensichtlich...

Das Turnier wurde übrigens von einem gewissen Kiddie namens Dirk Hein gewonnen, das strahlend wie ein Honigkuchenpferd den Siegerpreis in Empfang nahm, während Michael Giersch aus der Doomie-Ecke ununterbrochen tönte: "Das Deck haben wir ihm gebaut! Das Deck haben wir ihm gebaut!"

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Dümmer geht's immer
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Einen Monat später organisierte Matthias Nagy dann den allerersten Berliner PTQ, in der FU-Mensa. (Später würde er auf kleinere und bezahlbarere Locations ausweichen.) Außerdem fand dort ein gigantisches Melee statt.

Ich saß natürlich im PTQ! Das Format war Ice Age / Alliances Constructed (Blöcke waren noch nicht erfunden), und auf der Restricted-Liste befand sich meines Wissens nur der Zuran Orb (wenn überhaupt). Ich spielte ein weiß-schwarzes Deck, welches durch Gletscher zusammengehalten wurde (so weit war ich dann doch schon) und mit Ivory Gargoyle tötete.

Ich spielte ein recht erfolgreiches Turnier: Fünf mal gewann ich, darunter gegen einen gewissen Jim Herold, zwei Mal verlor ich. Eine Niederlage war gegen Marcus Heyduk, die andere gegen einen Hamburger Spieler namens Sebastian Krämer. Eigentlich hatte ich gegen ihn Unentschieden gespielt, aber ich war aus irgendeinem Grund der festen Überzeugung, mit zwei Niederlagen könne man nicht mehr die Top 8 erreichen, und deswegen gab ich gegen ihn, der mehr Lebenspunkte hatte, beim Timeout auf. Später sah ich dann, dass man mit 16 Punkten sehr wohl in den Top 8 war und ärgerte mich weiß-schwarz!

Das Turnier gewann dann Frank Schacherer im Finale gegen Oliver Wusch. (Beide qualifizierten sich, aber nur der Sieger bekam den Flug bezahlt.) Frank spielte monoschwarze Necro. Ich war nach dem Turnier ein wenig frustriert, dass ich durch eigene Dummheit die Top 8 verpasst hatte und forderte ihn zu ein paar Spielen heraus. Dabei erzählte mir Frank, dass er die vierte Necropotence, die er im Sideboard hatte, auch gleich ins Hauptdeck hätte stecken können – er sideboardete sie ausnahmslos immer herein, so wichtig wäre sie! Ich dachte, mit Weiß und Schwarz müsste ich ihn doch eigentlich schlagen können (denn Schwarz war doch hilflos gegen Weiß!), aber er gewann zwei- oder dreimal souverän.

In diesem Moment machte es "klick" bei mir, und ich gratulierte Frank noch einmal zum Turniersieg mit den Worten, dass sein Deck klar besser sei als meines, und dass er auch eindeutig besser spielte. Ab diesem Zeitpunkt begann ich zu lernen!

Apropos lernen: Zwischen den Runden sah ich Daniel Brickwell mit einem sehr, sehr merkwürdigen monoroten Deck voller alberner 1/1er-Kreaturen zocken und ein Spiel nach dem anderen damit verlieren. Ich wunderte mich damals, warum er einen dermaßen offensichtlich hoffnungslosen Haufen pilotierte. Aus heutiger Sicht stellte sich das anders dar: Daniel hatte von Sligh gehört, und anstatt es auf den ersten Blick zu verwerfen, machte er sich damit vertraut und lernte es spielen.

Meine prägendste Erinnerung an dieses Turnier hängt aber wieder einmal mit einem Doomie zusammen: Zwischen den Runden begann Christian Dreher plötzlich, einen anderen Spieler – ich glaube, es war Frank Hassas – anzumachen. "Geh'n wir raus? Los, geh'n wir raus!"

Frank stand langsam auf. Christian wartete jedoch nicht etwa ab, bis sie "raus" gegangen waren, sondern begann unverzüglich wild auf ihn einzuschlagen und zu -treten. Die Arme und Beine des ein wenig schlaksigen Christians flogen wild hin und her, wie die Flügel einer durchgedrehten Windmühle. Er lief knallrot an und verlor seine Brille. Bestimmt eine halbe Minute lang prügelte er auf Frank ein, aber da war er an den falschen geraten: Dieser blockte mit Unterarmen und Knien ohne jegliche Hast und ohne ein einziges Mal zurückzuschlagen alle Angriffe ab. Christian machte sich vollständig lächerlich.

Ich erinnere mich an diese Szene nicht zuletzt deswegen so intensiv, weil ich bis heute nicht begreife, dass von Seiten der DCI in dieser Angelegenheit niemals irgend etwas passiert ist! Klar, da steckte alles noch in den Kinderschuhen, und so etwas wie den Penalty Guide gab es noch lange nicht – aber eine ausgewachsene Prügelei bei einem PTQ? So weit ich mich erinnere, hat Matthias die beiden Teilnehmer nicht einmal disqualifiziert, sondern nur "beruhigt". Leider war auch das schlicht typisch für die damalige Berliner Magic-Szene...


Nächste Woche könnt Ihr dann lesen, wie mein "Aufstieg" als Magic-Spieler so langsam in die Gänge kam und erfahrt ein wenig über die "Deutsche Städtemeisterschaft", welche der Vorläufer der Magic-Bundesliga war!




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