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Extended PTQ Zwolle Top 8 von Alex Fanghänel |
08.03.2026 |

Für GP Wien wollte ich unbedingt noch eine Handvoll Punkte Constructed-Rating haben, da ich mich geschickt durch ein 0-1 beim Single-Elimination-GP-Trial unter 1900 gebracht hatte. Also war der Plan ganz einfach: Den Pro Tour Qualifier in Utrecht spielen. Dass der allerdings drei Tage vorher um einen Tag vorverlegt wurde, haben wir erst am Tag vor dem ursprünglich geplanten Termin erfahren. Blöd.
Folglich wurde noch mal umgestellt und letztes Wochenende PTQ Zwolle eingeplant. Dass uns eine Umleitung auf dem Hinweg, die uns eine halbe Stunde gekostet hat, fast noch die Teilnahme verwehrt hätte, war nur noch das Tüpfelchen auf dem i.
Nachdem mich Zoo in den letzten PTQs immer nur in die Nähe der Top 8 gebracht hat, wollte ich einem anderen Deck die Chance geben. Dredge schied für mich von vornherein aus, da es zu einem Großteil nur davon abhängt, wie viel Hate man unterwegs trifft. Und das kann man leider spielerisch nicht besonders gut beeinflussen. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Hulk-Breach gewesen (mit Living Wish, gell Tai?). Hier greift zwar das selbe Argument wie bei Dredge, allerdings haben nicht viele Spieler dagegen getestet und wissen möglicherweise nicht, | an welcher Stelle sie mit Removal oder Tormod's Crypt die Combo stören können. Allerdings ist dieses Deck in meinen Augen zu unkonstant.
Nach ein wenig Testen und Analysieren der GP-Vancouver-Listen hat mir das Tron-Deck von Zack Hall und Benjamin Lundquist ganz gut gefallen. Man hat kein Autoloss gegen Dredge im ersten Spiel oder man kann einfach "the Nutz" haben und über einen frühen Mindslaver oder Sundering Titan direkt gewinnen. Außerdem kann man mit geschickt gewählten Gifts Ungiven-Zielen ungeübte Spieler zu Fehlentscheidungen provozieren und gute Spieler gelegentlich auch mal bluffen. Hier die Liste, mit der ich angetreten bin:
 |  |  | | | 1 Academy Ruins
3 Breeding Pool
1 Flooded Strand
1 Island
1 Lonely Sandbar
1 Polluted Delta
1 Snow-Covered Island
2 Tolaria West
4 Urza's Mine
4 Urza's Power Plant
4 Urza's Tower
1 Platinum Angel
1 Sundering Titan
1 Triskelion
3 Chrome Mox
4 Condescend
1 Engineered Explosives
4 Gifts Ungiven
1 Life from the Loam
2 Mindslaver
3 Moment's Peace
4 Remand
3 Repeal
4 Simic Signet
4 Thirst for Knowledge
1 Tormod's Crypt
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3 Tarmogoyf
2 Threads of Disloyalty
1 Ghost Quarter
1 Indrik Stomphowler
1 Elf Replica
1 Triskelion
1 Venser, Shaper Savant
3 Tormod's Crypt
1 Loxodon Warhammer
1 Moonglove Extract
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Die Maindeckliste ist eins zu eins vom GP Vancouver von übernommen. Das Sideboard hat aber etwas Anpassung benötigt. Was hat sich im Vergleich zum GP im Sideboard verändert?
Die Probleme des Decks: Viel Burn, ein Bosejiu- oder Orim's Chant-powered Enduring Ideal und Gaddock Teeg.
1) Viel Burn: Ist noch immer ein Problem. Allerdings wissen die Burn-Spieler, dass ich keinen Lifegain habe, da ist der Loxodon Warhammer gelegentlich ein Out mehr.
Und sobald die Goyfs eingeboardet werden, kommt der Warhammer immer dazu. Zum einen sorgt er dafür, dass mein Goyf dicker ist als der gegnerische, zum anderen kann man vermeiden sich von einem Goyf-Vorteil des Gegners racen zu lassen.
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2) Ideal: Normalerweise sollten Counter und Carddraw den Ideal-Spieler lang genug davon abhalten, seine spielgewinnende Hexerei zu spielen. Sobald der Ideal-Spieler allerdings Bosejiu oder Orim's Chant in sein Arsenal packt, sollte er durch geschicktes Spielen in der Lage sein, das Ideal zu resolven. Und an diesem Punkt will ich ein Gifts-Target haben, dass ihm das Gewinnen nicht ermöglicht. Da bietet sich ganz klar Elf Replica an. (Vorsicht: Gifts Ungiven kann man nicht mehr spielen, wenn ein Solitary Confinement liegt.) Und durch nicht zu ungeschicktes Spielen sollte man auch verhindern, dass das Replica ein Take Possession oder ähnliches abbekommt.
Als Randvorteil der Replica im Board: Wenn man auf die GP-Liste dieses Decks trifft, kann man ohne Sorge vor gegnerischen Threads of Disloyalty seine Goyfs (plus Warhammer) boarden. Das Replica im Gifts kann im Zweifelsfall alle gegnerischen Threads besiegen.
3) Gaddock Teeg: Problemkarte. Punkt. Wenn er im ersten Spiel die Spielfläche betritt, hat man besser schnell ein Triskelion zur Hand oder man verliert einfach. Die GP-Listen haben nach dem Boarden ohnehin ihren Gewinnplan auf "Aggro" umgestellt und umgehen somit teilweise, dass der kleine Kithkin das eigene Deck komplett aushebelt.
Allerdings ist es beim Testen für meinen Geschmack zu oft vorgekommen, dass man weniger Druck auf dem Tisch hat als der Tarmofolk-Spieler (und seine Vindicates/Putrefys tragen nicht unbedingt dazu bei, das zu verbessern). Dass man dem bei liegendem Gaddock mit Explosives und Condescends nicht besonders gut (also gar nicht) entgegenwirken kann, ist überflüssig zu erwähnen (und zumindest die Condescends bei hoher Gaddock-Dichte im gegnerischen Deck ausboarden!).
An welcher Stelle genau macht es das Moonglove Extract dann besser? Auch hier gilt erstmal wieder: Es ist ein Out mehr. Das allein ist aber nur die halbe Wahrheit: Wenn der Gaddock nicht Turn 2 kommt und man in der Lage ist, Gifts zu spielen hat man zwei weitere Vorteile. Der erste ist, dass man mit Venser, Triskelion und Extract ein Gifts-Paket bekommt, bei dem man eine Gaddock-Lösung auf die Hand bekommen muss, die ihn aus dem Spiel befördert (Threads zähle ich nicht dazu, die sind auch Vindicate-anfällig und man kann die eigenen Big-Mana-Spells trotzdem nicht spielen). Zum anderen hat der Gegner auch mal multiple Gaddocks. Und da ist Trisk/Ruins zu langsam. Man kommt selten dazu die Ruinen zu aktivieren und das Triskelion zu spielen (an so einem Punkt hat man das Spiel meistens schon unter Kontrolle).
Wieso habe ich genau die oben genannten Karten gekürzt? Meiner Meinung nach sind die Sprüche mit  in den Castingcosts zu anfällig dafür, auf der Hand zu stranden. Manchmal will man lieber ein Urzaland legen, um möglicherweise nächste Runde den Tron zu komplettieren, manchmal hat man einfach keine zwei blauen Manaquellen. Auch wenn die Threads den Beatdownplan mit Tarmogoyf sehr gut unterstützen, sind sie in meinen Augen zu schlecht.
Der Tarmogoyf musste gehen, weil ich Platz brauchte und ich davon ausgegangen bin, dass der Sideboardplan bereits ausreichend bekannt ist, um keine Überraschung mehr darzustellen. Das war zumindest für diesen PTQ eine klare Fehleinschätzung, der vierte Goyf hätte unbedingt mitspielen müssen.
Und der Stomphowler ist für die wichtigen Ziele klar schlechter als das Replica - und nicht gut über Gifts suchbar. Denn wenn er einmal im Friedhof gelandet ist, dann bleibt er im Gegensatz zum Replica auch dort.
Da Tobi erst nach dem Turnier darauf bestand einen Bericht von mir zu bekommen, habe ich zu den Spielen selbst keinerlei Notizen gemacht, eventuelle Unstimmigkeiten und dramaturgische Übertreibungen sind im Zweifelsfall gewollt.
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