Limited Draften mit dem Durchschnittshans – Reborn von Torben Thies
22.05.2009
Ihr musstet lange warten, aber jetzt ist es endlich so weit. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde Alara Reborn auf Magic Online draftbar und ich habe keine Kosten und Mühen gescheut, um für euch frühstmöglich das Format zu ergründen.
0:45 – Meine Freundin (die hier natürlich nur eingefügt wurde, um zu sagen, dass man eine Freundin hat – Magic-Spieler-Beweispflicht quasi) geht ins Bett. Für meinen Plan, die gesamte Nacht vor dem Laptop zu verbringen, hat sie nur ein müdes Kopfschütteln übrig, kocht mir aber noch eine Kanne Kaffee vorher (meiner schmeckt immer grauenhaft). Ich starte MOL, ordere einen Booster Alara Reborn – und warte. Und warte. Und warte. Den zahlreichen Beschwerden im Chatbereich entnehme ich, dass die Wartezeit auf das erworbene Produkt etwa eine halbe Stunde beträgt. Zum Glück weiß ich durch Charlys Draftartikel, wie ich die Zeit am besten nutze und begebe mich auf youporn gehe noch einmal diverse Limitedanalysen des neuen Sets durch.
1:18 – Der Booster ist angekommen, es kann losgehen. Freudig reihe ich mich in die 8-4-Queue ein, ich bin Person Nummer 2. Ein neues Set ist grad erschienen, da kann es ja nicht so lang dauern, bis der Draft voll ist.
1:33 – Okay, es hat doch ein wenig länger gedauert. Während die Triple-Reborn-Drafts sich in Windeseile füllen, herrscht in meiner Warteschlange gähnende Leere. Letztendlich startet der Draft doch noch und ich bin dankbar, mir nicht das bescheuerte Dreifach-kleines-Set-mit-nur-Multicolor-und-tonnenweise-Cascade-Format antun zu müssen.
Hui, das ist mal ein blutroter Booster! Der Drache ist natürlich groß und böse, Skeletonize ist eines der besten Removal des Formats und sorgt dafür, dass Bloodpyre Elemental es nicht in die Abstimmung schafft. Unser Lieblingspfannkuchenwender vertritt stolz die nichtroten Optionen. Außerdem hat Bant Panorama die Ehre, von euch gewählt werden dürfen. Sein Wahlversprechen ist „Mehr Fixing in einer Welt, die immer weniger von Charakteren wie mir anbietet“. Nur eine hohle Phrase?
Ich bin jetzt mal der Erste, der es ausspricht: Predator Dragon ist keine Überbombe. Ich persönlich habe ihn sogar ziemlich ungern im Deck geschweige denn als First Pick an der Backe. Die drei roten Mana sind in dieser bunten Welt einfach viel schwerer zu bezahlen als drei Mana aus verschiedenen Farben. Unzählige Male saß ich schon frustriert da, weil ich ein Gebirge und einen Obelisken kontrollierte, sich aber kein weiteres rotes Land zeigen wollte. Wenn ich ihn dann ausspielen konnte, hatte ich meist schon so viel Boardposition aufgegeben, dass er als Luftelementar mit Eile das Spielfeld betrat. Richtig zuverlässig kann man ihn eigentlich nur in aggressiven BR- oder GR-Decks ausspielen – und da ist er mit seinen sechs Mana unglaublich langsam und behäbig.
Was ich mit meiner Hasstirade ausdrücken will: Wahrscheinlich würde ich eher Skeletonize als Predator Dragon nehmen, wenn ich denn unbedingt eine rote Karte aus diesem Booster wollte. Eigentlich habe ich hier jedoch keine Lust, um all die guten Gebirgsbewohner zu kämpfen. Der Booster ist so voll davon, dass die sich gegenseitig auf die Füße treten. Da überlasse ich doch lieber meinen linken Nachbarn den Kampf und diese Farbe und befreie das Nashorn aus den Fängen der Rotfront. Normalerweise nehme ich total ungern dreifarbige Karten als First Pick, aber hier ist das wohl eine valide präventive Ausweichstrategie.
Mit gleich zwei Pfannkuchenwendern könnte man natürlich schon fast seinen eigenen Imbiss eröffnen. Andererseits kann dieser dann nur auf Bant oder im bunten Glücksbärchiland stehen. Knight of the Skyward Eye und Rhox Charger sind hier die Alternativen, die auch fest zuschlagen, sich aber nicht so viel um Mana scheren. Die stärkste Karte, die sich nicht in unseren Farben befindet, ist Corpz Connössör. (Erster Lernerfolg dieser Kolumne: Ich kann diesen Namen korrekt schreiben!) Das Panorama liste ich wieder auf, um zu sehen, wie früh ihr Fixing mit der Einführung von Alara Reborn nehmt.
Wenn ich schon nach Bant müsste, würde ich ehrlich gesagt ein schnelles, kurviges GWu präferieren. Diese Art von Deck stirbt meistens nicht an seinen eigenen Manaproblemen, was ich für einen großen Vorteil in diesem Format halte. Die einfarbige Nashornalternative, Rhox Charger, halte ich für stärker als Knight of the Skyward Eye. Der Ritter ist im frühen Spiel ein generischer Two-Drop und als dieser weitaus besser zu ersetzen als eine Wuchtbrumme wie der Charger. Der Ritter ist bei Weitem keine schlechte Karte, immerhin gibt er einem druckvollen Deck auch im Late Game Zähne, er ist bloß nicht so speziell wie sein dickhäutiger Freund.
Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, an dem ich einfach meine Prinzipien verrate: Ich stelle mir ein perfektes Deck mit zwei Rhox War Monk vor und wie unbesiegbar es wäre, wenn der jedes Mal in der dritten Runde das Spielfeld betreten würde. Kurzum: Ich bin bestechlich, besonders mit Pfannkuchen.
Ein weiterer voller Booster verspricht uns einen positiven Draftverlauf. Manaplasm ist ein extrem schwer zu blockendes Etwas und könnte besonders durch die Borderposts noch an Wert gewonnen haben. Sigiled Paladin und Sighted-Caste Sorcerer sind zwei gerngesehene Schläger in jedem WGx-Deck. Elvish Visionary würde einen kontrolligeren Weg implizieren und Crumbling Necropolis den Grundstein für ein buntes Deck. Welches Tor wählt ihr?
Ich zähle diesmal einfach meine Fehler auf, weil ich meiner Meinung nach diesen Pick völlig versemmelt habe. Erster Fehler: Zum gefühlt 423. Mal verwechsle ich Manaplasm mit Ooze Garden. Was wirklich schade ist, denn diese Karte hätte zur möglichen Bombe avancieren können. Zweiter Fehler: Ich ziehe Crumbling Necropolis nicht wirklich in Betracht, sondern hake es als „nicht in meinen Farben ab“, obwohl Nashörner in einem fünffarbigen Deck mehr als gut sind. Ob das Land hier der richtige Pick wäre, kann man wohl objektiv nicht beantworten, weil ich besonders diesen Booster als sehr präferenzabhängig erachte. Finaler Fehler: Ich schätze Sigiled Paladin als so viel stärker als Sighted-Caste Sorcerer ein, dass mir ein doppelweißer Pick nach zwei dreifarbigen Karten nichts ausmacht. Auch hier wären zusätzliche Gedanken sicher hilfreich gewesen.
Jetzt habe ich mich sehr früh in eine Strategie gelotst, die stark auf Weiß basiert und anderen Farben nur eine Nebenrolle einräumen kann. Das kann sich im Nachhinein als unerheblich herausstellen, aber sich von Glück abhängig zu machen, ist immer unangenehm.
Glücklicherweise wird mir Grün-Weiß geradezu aufgedrängt. Eigentlich ist der Pick klar, trotzdem würde ich gern mal eure Meinung sehen.
Ohne viel Rumgerede: Naya Battlemage. Bis jetzt sehe ich keine extrem defensiven Tendenzen im Draftverlauf, weswegen ich Resounding Silence ausschließe. Cavern Thoctar ist mir zu teuer und kann außerdem durch jeden x-beliebigen generischen Fattie ersetzt werden. Naya Battlemage hingegen spielt in schnellen und langsameren Decks eine tragende Rolle, fungiert als Pseudoremoval und kann bei fast bis leerem Board auch mal mit Exalted hauen gehen. Wonder Woman strikes again.
Diese Wahl finde ich äußerst interessant. Wird es das Pokémon vom Typ „Pflanze, Elefant“? Oder doch ein Mitglied der Gargoyles (meiner Meinung nach übrigens einer der schlechtesten Disney-Serien aller Zeiten), das bis jetzt nichts wiederbeleben kann? Oder doch eher Robyn Hood. (Mit y geschrieben ist das ein Frauenname. Glaubt mir, meine Cousine heißt so.)
Ehrlich gesagt habe ich keine riesige Lust, Blau nur für die Heldin in Strumpfhosen zur zweiten Hauptfarbe zu machen. Für Mosstodon gilt leider, was auch für das Thoctar eben galt: Ein generischer Fattie ist zwar ganz hübsch (funktional, nicht ästhetisch), aber ersetzbar.
Trotz bisher fehlender Synergien entscheide ich mich für Sanctum Gargoyle, der wohl auf jeden Fall den Sprung ins Deck schaffen wird. Als 2/3-Flieger erfüllt er nämlich zwei wichtige Rollen im Deck: Er hält die gegnerische Luftbrigade auf und kann, eventuell unterstützt durch Exalted, die letzten Schadenspunkte durchpressen. Auch im Nicht-Artefaktdeck gar kein so schlechter Mann also.
Hier war ich drauf und dran, Sighted-Caste Sorcerer über Bant Charm zu nehmen. Für ein aggressives Deck braucht man nämlich viele frühe Drops, die sagen „Nimm zwei“. Letztendlich kann man aber nicht anders, als sich das gute Removal zu krallen. Die Möglichkeit, alles außer Shroudwürste erledigen zu können, ist schon angenehm. Außerdem ist das ein deutliches Zeichen das Bant – meine erklärte Hassscherbe – frei ist. Semigute Zeiten also.
Picktechnisch nicht viel zu sehen hier. Waveskimmer Aven fliegt einsam aus dem Booster in meinen Pile. Keine schlechte Karte an sich, aber ich hätte langsam mal gern ein paar Karten, die a) günstiger und b) nicht so bunt sind.
Hier könnte man darüber diskutieren, Thunder-Thrash Elder aus dem Booster zu nehmen, aber ich lasse ihn lieber als eventuelles Signal drin. Obelisk of Naya wäre hier durchaus in Betracht gekommen, aber ich hasse sie einfach in Decks, die eigentlich jede Runde eine Kreatur legen wollen. So bleibt nur der Griff zum Cloudheath Drake und zu hoffen, dass er nicht ins finale Deck muss. (Und wenn doch, haben wir immerhin Gargoyle-Synergie.)
Spell Snip rechne ich in meinem Deck reellere Chancen zu als Cancel. So bleibt mir also nur übrig, ein bisschen rumzusignalisieren, indem ich die einzige weiße Karte in Form von Soul's Grace entferne.
Je nachdem, wie voll oder leer die nächsten Booster sind, könnte Angelsong es sogar ins Deck schaffen. Kein Wunschkandidat, aber immerhin ein okayer Lückenfüller. Der restliche Inhalt des Packs ist zusammen mit den vorherigen Boostern auch weiterhin ein nettes Signal.
Hier hätte ich wohl Jhessian Lookout nehmen sollen, um eventuell noch ein Bärchen in einem UW-Aggro zu haben, aber Relic of Progenitus ist auch in Ordnung.
Hier nehme ich wieder aus signaltechnischen Gründen die Insel.
Last Pick: Demon's Herald – Mein Nachbar will mich in Schwarz sehen!?
1:41 – Conflux rückt vor
Ich gönne mir einen Schluck Kaffee, während alle darauf warten, dass ein disconnecteter Spieler wieder auftaucht. Er kommt fix wieder, hat keinen Pick verpasst und weiter geht's!
Esper Cormorants hätten eine gute Grundlage für eine Umschichtung der Farbverteilung auf WUg bilden können. Da ich aber einfach noch keine Erfahrung mit der Karte habe und den Gedanken an Soul's Majesty und Exalted ganz lustig finde, entscheide ich mich für selbige. Im Schnitt hat sie übrigens drei Karten bei mir gezogen und Esper Cormorants wären wohl besser gewesen.
Hier habe ich bis zur letzten Sekunde nachgedacht und es trotzdem wieder versaut. Zusammen mit Esper Cormorants und Sanctum Gargoyle hätte Faerie Mechanist eine kleine Artefaktflieger-Grundlage bilden und zusätzlich Blau als Zweitfarbe zementieren können. Ich entscheide mich aber für Rhox Bodyguard, der total die falsche Wahl ist. Noch eine Kreatur für fünf Mana bringt mich einfach nicht weiter.
Noch ein Faerie Mechanist! So langsam ärgere ich mich echt über mein Unvermögen. Es nützt alles nichts, hier muss ich Ancient Ziggurat nehmen. Wenn das Deck schon bunt wird, will ich wenigstens in der dritten Runde den Pancake-Flipper spielen können. Langsam merke ich auch, warum ich das Fixing in Alara hätte höher einschätzen sollen. Nachdem der erste Booster so angenehm verlaufen ist, bekomme ich langsam ein ungutes Gefühl in der Magengegend.
Ganz klar: Wenn dieses Deck noch etwas werden soll, brauche ich solide Kreaturen. Ember Weaver wird hier wohl eher nicht seine volle Stärke entfalten können, also entscheide ich mich für Aven Trailblazer. Solider, günstiger Flieger, der die Kurve wenigstens einen kleinen Tick nach unten drückt. Davon sollten mehr kommen.
Eine Mini-Umfrage:
Wieder so ein Pick, der mir im Nachhinein seltsam vorkommt. Brackwater Elemental wäre hier wohl besser gewesen, nichtsdestotrotz waren die Matca Rioters meine Wahl, die ja auch quasi dreifarbig sind, wenn sie denn gut sein wollen. Zu diesem Zeitpunkt merke ich auch, dass ich mehr Kaffee brauche.
Ein blau-weißes Artefaktdeck hätte unglaublich gut ausgesehen. So nehme ich trotzdem Court Homunculus und hoffe auf etwaige Synergien mit Borderposts...
Salvage Slasher macht das Dilemma auch nicht besser, beendet aber wenigstens das Grauen, das sich Conflux nennt.
1:49 – Wiedergeburt der guten Karten
Der Kaffee wirkt langsam und ich gehe voller Hoffnung in den letzten Booster. Zur Feier der neuen Edition lasse ich euch in den ersten acht Boostern komplett abstimmen und gebe euch alle Karten zur Auswahl. Nutzt diese Freiheit!
Für mich kommt hier eigentlich nur der dicke Pilz infrage. Ein bisschen unter der Kurve angesiedelt ist er die frühe, riesige Kreatur, die wir dringend brauchen. Die einzige Alternative wäre Winged Coatl, aber seine Manakosten sind einfach abartig.
Stop! Hammertime! Wer schon einmal einen Loxodon Warhammer gegen sich liegen hatte, weiß wie es sich anfühlt, ein Race nicht mehr gewinnen zu können. Deswegen habe ich hier nur eine Wahl.
Wieder so ein einfacher Pick. Crystallization schafft es so eindeutig vor Naya Hushblade ins Deck, dass man den Pick wieder fast als alternativenlos bezeichnen könnte. Bisheriger Verlauf: Extrem starke Karten bei extrem einfachen Picks. Ich frage mich, ob das jetzt mit Alara Reborn immer so verläuft.
Hier denke ich zwar kurz über den Landcycler nach, da ich wirklich etwas Fixing gebrauchen könnte, finde aber keine schlagenden Argumente, warum ich hier den Pazifismus mit Kindersicherung gegen Unsummon links liegen lassen sollte. Eigentlich wollte ich es euch echt schwerer machen.
Die Mauer ist in meinem Deck nur ein überdimensionaler Klotz, der das Spiel nicht vorwärts bringt. Auch ansonsten sehe ich keine für mich spielbaren Karten in diesem Booster außer dem Borderpost. Hier hätte ich mir zwar eher eine blaue Variante gewünscht, aber wir wollen ja nicht meckern. Wie gut das jetzt mit Manaplasm gewesen wäre....
Hier läuft es auf Naya Hushblade vs. Lorescale Coatl hinaus. Ich entscheide mich für die Hushblade, da ich unbedingt noch einen frühen Drop brauche und die Schlange mich vor noch mehr Manaprobleme stellt als ich eh schon habe. Oder unterschätze ich hier das Bombenpotenzial des Coatls?
Wieder ein Borderpost, wieder kein blauer. Wenigstens ist die grün-weiße Basis (die eigentlich hätte blau-weiß sein müssen) gesichert.
Der erste wirklich schwierige Pick hier. Vedalken Heretic unterschätze ich vielleicht in Kombination mit Exalted, aber ich sehe einfach nicht, wie ich ihn ihn sicher in der zweiten Runde ausspielen sollte. Das Gleiche gilt für die Schlange des Ketzers, die ich wieder einmal weitergebe. Natürlich hat sie die Chance, auf epische Proportionen zu wachsen, aber ich schätze sie einfach mal als zu situationsabhängig ein. Winged Coatl hingegen ist auch im Late Game oft das fliegende Terminate. Ich habe diese Karte wirklich zu schätzen gelernt. Eine in Stein gemeißelte Aussage, welche Karte hier die richtige ist, will ich aber nicht treffen. Würdet ihr euch das hier trauen?
Nach dem Tablen beginnen die interessanten Entscheidungen. Da meine gesamten spielentscheidenden Karten Gold sind, entscheide ich mich für Reborn Hope. Aber auch Winged Coatl oder Sigiled Behemoth (der generische Fattie) wären dringewesen. Die Bant Sojourners hingegen sind zwar okay, aber längst nicht so stark wie die anderen Karten, denke ich.
Unglaublich! Das gute blaue Fixing, das mit Sanctum Gargoyle harmoniert. Ich bin wirklich erstaunt darüber, dass mein Deck auf den letzten Metern noch okay werden könnte.
2 Wildfield Borderpost
5 Plains
4 Island
5 Forest
1 Ancient Ziggurat
—Diese und weitere Karten gibt's bei:
Brackwater Elemental und Traumatic Visions haben es nicht ins Deck geschafft. Ich habe schon versucht, den Blauanteil so weit wie möglich herunterzuschrauben, und musste trotzdem Karten wie Dawnray Archer und Cloudheath Drake spielen. Das Letzte was ich also wollte, war blaues Manafixing, dessen alternativen Modus ich so gut wie nie hardcasten kann. Da ist Sanctum Plowbeast einfach besser. Court Homunculus war zusammen mit den Borderposts überraschend gut in dem Deck und hat Sanctum Gargoyle ein wenig Arbeit gegeben. An sich ist das Deck also noch ganz okay geworden, obwohl ich mir eine klarer definierte Farbaufteilungen gewünscht hätte.
2:07 – Runde 1 beginnt
Ich spiele gegen ein fünffarbiges Deck, das ein wenig langsam aus dem Hintern kommt. Ich nutze die Anfangsphase, um mit Naya Hushblade (unterstützt von Borderpost) und Sigiled Paladin Druck zu machen. Er geht langsam aber sicher auf vier Leben. Jetzt kommt die lustige Situation: Er legt Meglonoth, ich bin auf sechs Leben. Ich habe keinen Flieger, nur drei Bodenkreaturen, er kontrolliert also einen Moat. In meinem Beginning of Combat überlegt er gefühlte 20 Minuten... und gibt dann auf. So muss es laufen.
Das zweite Spiel gewinne ich dann eindeutiger durch Rhox War Monk, der seine auf drei Schaden basierenden Removal einfach ignoriert.
2:45 – Auf in Runde 2!
Ich halte exakt dieselbe Hand wie in der ersten Runde (Plains, zwei Borderposts, Hushblade, Sigiled Paladin, Rhox War Monk, Waveskimmer Aven) und lucke mir wie ein König das blaue Mana und in der Runde darauf den Hammer von oben. Das 5/6-Nashorn mit Doppel-Lifelink macht seinem BR-Schimmelhaufen dann auch schnell den Gar aus.
Im nächsten Spiel haben wir beide extrem langsame Starts und ich wäre sicher tot gewesen, wenn er nicht erst in der dritten Runde etwas gespielt hätte. So kann ich seine anfänglichen Bedrohungen kristallisieren und mit Waveskimmer Aven das Spiel gewinnen.
3:36 – Finale!
Dass ich mit meinem Deck so weit komme, hätte ich nicht erwartet. Leider ist das finale Match nicht sehr spannend, weil mein Gegner in beiden Spielen auf fünf mulligant und nur einen Spruch spielt. Ich entschuldige mich und sacke acht Booster ein.