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Block Building Block on a Budget Viel Spaß für wenig Geld von Nico Bohny |
07.01.2026 |

| Heute lernen wir gemeinsam das ABC - Alara-Block-Contructed, ein Format, das erst auf Magic Online so richtig gespielt wird. Auch dort gibt es zwar relativ wenig Begeisterte dieses Formats, trotzdem aber regelmäßig Turniere. In Alara gibt's sehr wenige Money-Rares, und nach den Nix-Tix Drafts sind die Kartenpreise nochmals rapide gefallen. Wenig Startkapital - hohe Gewinnchancen?! Das perfekte Verbrechen!
Wer Magic Online spielt, jagt immer dem Ziel hinterher, für sein Hobby keinen roten Hehler bezahlen zu müssen, oder noch besser, damit einen kleinen Nebenverdienst erzielen zu können. Mit Drafts ist das schon ziemlich schwer, mit 8-Man-Constructed geht's schon ein wenig besser, und bei Premier Events und vor allem Releases kann man ganz dicke absahnen.
Doch um ein Format spielen zu können, muss man es auch zuerst mal definiert haben. Wer genug Alara gedraftet hat, kann sich dieses ein wenig einfacher zusammenschustern - ihr müsst euch dazu nur einmal das perfekte Draftdeck erdenken, und dann alle Rares und Mythics mit vier multiplizieren.
Vorarbeit
Folgende Aspekte berücksichtige ich, bevor ich mich in einem Format zum Deckbau setze, in etwa folgender Reihenfolge:
Manafixing: Alara bietet Fetchies und Trilands, Obelisken sind fürs Constructed in fast sämtlichen Decks zu langsam. Hier wird für das Fixing nicht wie bei den meisten constructed-tauglichen Manafixern in der Währung Leben bezahlt, sondern in Tempo. Wer also ein buntes Deck mit dem dazugehörigen Fixing versehen möchte, zahlt den fairen Preis der Tempoeinbuße.
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Farbkombinationen: Aufgrund der Synergie und der Manafixer kommen in diesem Format fast ausschließlich Nachbarfarbendecks infrage. Da die einzelnen Shards mit ihren Karten sehr hübsch synergieren, möchte man diese auch möglichst ausnutzen und sich, vor allem des Fixings wegen, auf drei Farben beschränken. Wer mehrere Comes into Play tapped-Länder verkraften kann, spielt wohl auch noch solche, die nur zwei der drei erwünschten Farben liefern, also beispielsweise ein Arcane Sanctum im Bant.
Wer sein Deck auf mehr als drei Farben erweitern möchte, müsste dies wohl mit Obelisken oder derart vielen Triländern fixen, dass dabei das Tempo und die Konstanz des Decks zu Schaden kommt. Zweifarbige Decks hingegen müsste man mit dem Ziel bauen, das Tempo eines Decks aufrechtzuerhalten, und somit mit den 1-Drops versehen, die die Manafixer oft nicht im ersten Zug freigeben können. Somit landete man bei einem grün/weißen Aggroplan, was in Anbetracht des ziemlich breit gestreuten Massremovals keine besonders schlaue Idee wäre.
Massremoval: Mit Scourglass, Infest, Jund Charm und Caldera Hellion bietet Alara einiges an Massenzerstörung, vor allem für Kleingetier. Da keine Manlands vorhanden sind und auch wenig sinnvoll verwendbarer Direktschaden, machen diese ein reines Aggrodeck nahezu unspielbar.
Carddraw:
Countermagie: Cancel und Punish Ignorance sind hier die einzigen (neben Spell Snip, aber das cyclet mehr als es neutralisiert). Leider fehlen die guten Instants und die Tierchen mit Flash und Flügeln, um die blauen Spielverderber wirklich glänzen zu lassen. Driftet das Format jedoch völlig in Richtung langsame Kontrolle, kann man gut und gerne zu den beiden greifen.
Disruption:
Die großen Einzelkarten
Planeswalker: Die Zauberformel gegen die Weltenwanderer sind stets dieselben. Entweder genug Druck auf dem Tisch haben, um den Störenfried mit dem ersten Angriff wieder vom Feld schaffen zu können. Oder aber das passende Removal parat haben. Ansonsten ist man oft in ernstzunehmenden Problemen. Und da das Format wie gesagt nicht allzu schnell ist ihr könnt euch denken, wie wichtig die vier lila Freunde sind.
Charms: Die Charms können alles. Oder zumindest viel. Wenn man das nötige Mana bereit hat, kann man sie in fast allen Spielsituationen gewinnbringend einsetzen. Als stärkstes würde ich das Cryptic äh Naya Charm ansehen.
Die dreifarbigen 3-Drops: Woolly Thoctar, Rhox War Monk und Sprouting Thrinax sind ganz groß in dem Format, da sie so wunderbar mit ihrer Farbkombination harmonieren. Esper und vor allem Grixis wurden hier ein wenig übergangen.
Oblivion Ring: Das Schweizer Taschenmesser. Einmal mehr. Kümmert sich um Planeswalker, dicke Tiere, lästige Verzauberungen oder Ausrüstungen. Deal!
Goblin Assault: Die Bitterblossom aus Alara. Nicht ganz derselbe Powerlevel, aber glaubt mir, wenn ihr das Ding im Jund mal in Aktion erlebt
Broodmate Dragon: Zwei für eins. Quasi immer! Und wenn nicht, dann meistens Good Game
Die verschienen Scherben
Um euch exemplarisch auf den Genuss bringen zu können, habe ich mir Decklisten aus vergangenen Premier-Event-Top-8 kopiert. Dabei interessant ist vor allem, dass ziemlich alle Decks dreifarbig in den Scherbenfarben sind, sich jedoch meistens in ziemlich vielen Karten unterscheiden.
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