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Block Block Constructed Wrapup von Matthias "Kofi" Ludewig |
26.08.2026 |

[Anmerkung der Redaktion: Das jetzt, das euch gleich im ersten Satz von Matthias' Artikel begegnet, meint tatsächlich jenen Mittwoch, an dem die genannten Artikel erschienen waren... Wünschenswert wäre natürlich eine Veröffentlichung noch in der gleichen Woche gewesen, was vor lauter GP- und DM-Vorbereitungen aber nicht möglich war. Dementsprechend mag Zukunft und Vergangenheit im Folgenden etwas durcheinandergeraten.].
Es gibt zwei Gründe, warum ich jetzt einen Artikel über Block Constructed schreibe: Der PTQ-Bericht. von Artie Heinrich (herzlichen Glückwunsch zur Qualifikation!) und Tobis Gedanken vom Grabbeltisch.
Es gibt aber auch gute Gründe dagegen: Zum Beispiel mein spektakulär unerfolgreiches Abschneiden bei den drei PTQs, die ich gespielt habe. Ich habe keinen der drei PTQs positiv abgeschnitten. Zwar auch keinen negativ (Berlin 2-2, Hamburg 2-2-2, Hannover 3-3), aber gut ist das nicht...
Insgesamt zeichnet das wohl ein Bild davon, dass ich das Format nicht verstanden habe.
Und das trotz ausführlicher Vorbereitung. Seit ich wieder in Bremen bin (Anfang August) habe ich eigentlich fast nichts anderes gemacht als Magic. gespielt (und vorher schon in Berlin mit Kalle Preuss). Zumindest die erste Woche haben wir (Alex, Bodo und ich) jeden Tag mehrere Stunden Block Constructed gespielt. Alex und Bodo waren zwar insgesamt besser als ich (durften immerhin das Spiel um den Einzug in die Top 8 verlieren), aber insgesamt war die Block-Qualifier-Season eher ein großer Reinfall.
Trotzdem habe ich natürlich einige Erkenntnisse, die ich euch jetzt nicht vorenthalten möchte. Ich werde in der Folge etwas über die Topdecks in diesem Format schreiben und wie ich sie spielen würde. Schließlich gibt es noch ein paar PTQs dieses Wochenende, die PTQs bei der DM sowie Grand Prix Rimini.
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Lorwyn/Shadowmoor. Block Constructed
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Wie sich der erwähnte Artikel von Artie dort einfügt, das werdet ihr euch denken können, aber wie passt Tobis Artikel dort hinein? Nun, der Tobi hat etwas in W.orte gefasst, über das ich seit längerer Zeit nachdenke: Feen sind das beste Schlechteste, was Magic. passieren konnte
Selten waren Partien dermaßen abwechslungsreich, wie mit bzw. gegen dieses Deck. Der Ausgang ungewiss, mal abhängig von Tempo-, mal von Kartenvorteil, oft mit sagenhaften Comebacks, manchmal mit einem andauernden Hin und Her... Und anspruchsvoll zu spielen, ist das Ganze auch noch. (So wenigstens meine Erfahrung im Standard; im Block mag das anders sein und ohnehin bestätigen Ausnahmen die Regel, denn den God-Draw gibt es überall.)
Auf der anderen Seite sind mir die Feen jedoch ebenso verhasst. So wie generell jedes allzu flexible Deck, das gegen alles gewinnen und gegen alles verlieren kann. Denn während so etwas die strategische Dimension des Gameplays erhöht, schränkt es zugleich den Strategie-Gehalt von Deckbau und Metagame-Überlegungen stark ein..
Das Ganze trifft nicht nur auf Faeries zu, sondern auch auf andere Decks wie Doran und so weiter. Insgesamt ist einfach das Problem des Deckbauers, dass das Testen so wenig zuverlässige Ergebnisse liefert.
Es ist so: Zwei Spieler setzen sich hin, legen Pappkarten aus und drehen sie teilweise seitwärts, und nachdem sie das eine Weile getan haben ist Spieler A auf null Leben. Das Problem: Man sieht einfach nicht, warum Spieler B gewonnen hat, und Spieler A nicht! Ich habe regelmäßig Spiele gehabt, in denen es die ganze Zeit so aussah, als würde ich gewinnen, aber am Ende war ich dann einfach tot - ein Spielfehler ließ sich aber auch nicht ausmachen.
Einerseits ist das vielleicht gar nicht so schlecht für das Spiel an sich, wenn sich die Spielergebnisse u..a. sehr wenig an der Starthand ablesen lassen, denn umso höher wird der Raum für Playskills. Aber nicht nur darum geht es. Das Format besitzt mit Karten wie Mistbind Clique, Cryptic Command, Profane Command. dermaßen viele starke Einzelkarten mit einzigartigen Effekten, dass es nicht nur sehr stark darauf ankommt, wer MEHR von den starken Spells zieht, sondern auch darauf, wer sie im RICHTIGEN MOMENT zieht. Dazu gibt es natürlich jede Menge Karten, die schwächer sind, so dass das Format sich einteilt in die raren Bomben und quasi die Wasserträger, von denen man besser einen guten Mix zieht. Auch darum ist die Varianz in diesem Format enorm hoch.
Zur Illustration zwei Situationen aus Testspielen:
Situation 1.
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. Ich, wieder mit Faeries, gegen Alex mit Doran. Das Spiel sieht absolut verloren aus, er hat mehrere Kreaturen im Spiel, darunter Chameleon Colossus, ich nur eine Spellstutter Sprite. im Spiel und auch keine Spells mehr auf der Hand. Ich will gerade scoopen und decke noch die oberste Karte der Bibliothek auf. Ich sehe Cryptic Command. und wir spielen doch noch mal weiter. Ich kann am Ende der nächsten Runde seinen Chameleon Colossus. bouncen (nachdem mich der auf etwa sechs Leben gebracht hat) und ziehe Mistbind Clique. nach! In seinem Upkeep kommt die Clique, kann in den Gegenangriff übergehen, er spielt den Colossus erneut aus, ich ziehe Sower und er hat kein Removal und verliert, weil er mit seinem nun nachgelegten Doran. am Colossus nicht vorbeikommen kann.
Situation 2.
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Ich habe Alex . gethoughtseizet, einen Doran. gehandlet und einen zweiten Doran. mit Sower übernommen. Seine letzte Handkarte ist aber ein Profane Command, was den Sower tötet und noch einen Wolf-Skull Shaman. wiederholt (der im Anschluss mehrere Wölfe produziert). Einfaches Removal wäre auch gut gewesen, aber man hätte dagegen ankommen können. Das Profane Command. war aber zu mächtig.
Das alles soll aber nicht heißen, dass das Format reine Glückssache ist. Umso größer der Einfluss von starken Karten ist, je mehr muss man diese kennen, mit ihnen rechnen, um sie herumspielen und allgemein wissen, wie man ihnen begegnen muss. Mein schlechtes Abschneiden beim PTQ ist großteils durch Fehler verursacht, besonders in Hannover, wo ich Runde 3 einfach weggeschmissen hatte, als ich das entscheidende dritte Spiel völlig falsch spielte. Und das lag unter anderem daran, dass ich die Stillmoon Cavaliers. nicht gut genug kannte. Solche Misplays kann man auch durch einfaches Spielen verhindern.
Was ich sagen will, ist Folgendes: Es kommt gar nicht so sehr darauf an, welches Deck ihr spielt. Die Chancen im Metagame sind alle mehr oder weniger gleich. Wichtig ist jedoch, dass ihr euer Deck mögt, wisst, wie ihr damit spielt und wisst, wie ihr gegen die anderen Decks spielen müsst.
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Faeries
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Jetzt direkt ein Widerruf.: Nicht alle Decks sind gleichstark. Faeries sieht auf dem Papier sehr stark aus, aber es kann im Block einfach nicht ganz oben mitspielen. Nachdem ich es jetzt wieder mal im Typ 2 gespielt habe, ist das noch mal völlig klar geworden: Es fehlt einfach der gute Carddraw mit Ancestral Vision, es fehlt Rune Snag, es fehlt Terror.
Ich habe die Feen in Berlin zu einem 2-2 pilotiert, und natürlich kann man damit auch einen PTQ gewinnen, das haben genug Leute vorgemacht. Aber ich würde das Deck einfach nicht spielen; das Kithkin-Matchup ist nicht gut und man kann es auch mit allem Hate nach dem Boarden nicht nennenswert über die 50% drücken. Stillmoon Cavalier. sieht zwar sehr gut aus, harmoniert aber einfach überhaupt nicht mit dem Deck. Dazu kommt ein schlechtes Matchup gegen Quick' n Toast, ein ausgeglichenes Matchup gegen Doran. und ein eher schlechtes Matchup gegen Burn.
Lasst einfach die Finger davon, das ist mein Tipp hier. Allerdings würde ich etwa zwei Shriekmaw. im Maindeck spielen und mindestens drei Sower of Temptation, damit schlägt sich das Deck schon deutlich besser.
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