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Magic, eine absolute Männerdomäne?
von Doris "Sunrise" Neumann - Rieser
29.04.2004

Warnhinweis: Dieser Artikel enthält keine Deckliste!

Es gibt ein Phänomen, das ich mir bis jetzt nicht erklären konnte und das mir auch noch niemand anderer erklären konnte.

Unlängst;
GP in Columbus: 850 Teilnehmer, 10 davon sind Frauen
Siehe Claudias Artikel: 143 Teilnehmer, 3 Frauen
PTQ Teamsealed in Salzburg: 93 Teilnehmer, 1 Frau

Woran liegt das???
Warum werden Magicspielerinnen mit foil Birds verglichen, was die Rarity betrifft?
Warum hört man immer wieder Aussagen wie: „ Ich hab noch nie ernsthaft gegen ein Mädel gespielt!“, „Ich hab noch keine einzige Spielerin kennen gelernt.“ oder „ Ich kannte mal EINE…die hat Magic gespielt…aber wie hieß die noch gleich?“

Magic scheint eine absolute Männerdomäne zu sein.

Nicht dass mich das stört… ich spiel genauso gern gegen Männer wie gegen Frauen, aber warum Frauen derart in der Unterzahl sind würde mich trotzdem interessieren.

Als ich vor zwei Jahren angefangen habe mit dem Magic spielen war mir das noch gar nicht so bewusst…ich kannte ja kaum Spieler oder Spielerinnen. Als wir das erste Mal ein Turnier veranstalteten und über 60 Leute kamen und ich die einzige Frau war…kam mir das das erste Mal seltsam vor.
Und auch bei allen folgenden Turnieren blieb ich die Einzige.

Irgendwann dachte ich, dass es vielleicht einfach in UNSERER Region weniger Spielerinnen gibt, aber auch bei Turnieren in Wien und Graz und Salzburg traf ich kaum auf andere Frauen. Auch wenn man sich internationale Turniere anschaut…dasselbe in Grün!

Es ist also generell so: Frauen sind stark in der Unterzahl.
Aber warum?
Dazu gibt es jetzt unterschiedliche Theorien…

Irgendwer hat geschrieben- ich bilde mir ein es war bei den Kommentaren auf meinen ersten Artikel:
„ Ich spiele Magic, weil ich möglichst viele Gegenspieler mental verhackstücken will, und der Rest ist Banane, Latte, egal, oder wie man es sonst ausdrücken möchte (womit wir wieder beim Elternhaus wären).“
Leider finde ich das genaue Zitat nicht mehr. Egal. (Genaues Zitat eingefügt – Red.)
Auf alle Fälle hat das ein männlicher Leser geschrieben (Zilla, Anm. d Redaktion). Und das ist genau der Punkt. Über Jahrmillionen hat sich im Mann der Killerinstinkt ausgeprägt, während Frauen andere Eigenschaften stärker ausgeprägt haben. Aber der urzeitliche Mann musste tagtäglich Beute erlegen, sich gegen Bedrohungen wie wilde Tiere oder rivalisierende Stämme behaupten. Auch bei unseren Vorfahren, den Tieren ist es so, dass vor allem die männlichen Exemplare sich im Kampf gegeneinander messen, um zu ermitteln, wer das Vorrecht hat.
Heute gibt's keine Mann gegen Mann-Kämpfe um den Alphatier-status mehr…oder doch? Ist Magic vielleicht eine gehobene Form des Kampfes?

„Heute hab ich meinen Gegner wieder gscheit herpaniert! In der zweiten Runde hab ich zwar auf die Goschn kriegt! Aber in der dritten Runde hab ich dann einen secondturn-KILL gschafft!“
(Versteht ihr meinen österreichischen Slang eh?)
Mein Freund sagt gern: „Ich geh mal hauen für 5!“ wenn er angreift und dabei 5 Schaden machen würde.
Auf alle Fälle bemerkt man, wenn man sich das durchliest, wie die Sprache auf einen Kampf hinweist. „Den Gegner killen“, …hier steht der Gegner für das Beutetier oder den wilden Bären, der angegriffen hat, oder eben für den Rivalen, der ihm Territorium und Frau abspenstig machen will.

Natürlich spielt eine Frau ebenfalls Magic, um zu gewinnen und sie freut sich genauso wenn sie gewinnt…aber für einen Mann ist es schon sein Instinkt, der ihm sagt: „Miss deine Kräfte mit anderen“ „Kämpfe gegen andere“ „Bekämpfe deine Gegner“ „Töte deine Gegner -gewinne!“

Ich weiss dass ich das alles hier sehr krass formuliere, aber ich will verdeutlichen, dass es naturgegeben dem Mann eher ein Bedürfnis ist, sich gegen andere zu behaupten…ihr versteht meinen Ansatz schon.

TimoK: Achso, und ich spiel Magic, weil gewinnen gOil ist.
-Klar, du hast gegen deinen Gegner gewonnen. Is dein primäres Ziel als Mann.

Akku: Und ich spiele natürlich Magic um Booster zu gewinnen, und nicht um was zu lernen.
- Auch klar! Ist dein Jagdinstinkt…zum Essen hamma genug, also er“beutest“ du halt Booster- da sind halt die Booster deine Jagdtrophäe. Weil einen erlegten Bären braucht man ja heutzutage nicht mehr.

(Bitte nehmts das nicht persönlich…ich will nur „lebendige“ Beispiele bringen, damits nicht wieder heisst, der Artikel sei trocken oder staubig oder sonst was.)

Auch die Signatur eines Mitglieds meiner Community fällt mir zu diesem Thema wieder ein:
„Andere streicheln ihre Waffe…ich mische mein Deck!“
Sagt doch alles, oder?

Dieser Punkt ist auf alle Fälle einmal eine Option um des Phänomen „Kaum Frauen im Magicgeschehen“ zu erklären.

Es ist ja beim Fussball und anderen Sportarten das Gleiche: Bei solchen Sportarten geht es ums gewinnen und meist sind es Männer, die sich für sportliche Ereignisse interessieren. „Er“ schaut Fussball oder Formel1 oder den Superschi-Weltcup und „Sie“ interessiert sich gar nicht dafür…geht bügeln oder mit den Kids Aufgaben machen oder mit der Freundin auf einen Kaffe.

Bei so ziemlich allen Sportarten sind Männer stärker vertreten und auch besser als Frauen. Kennt von euch wer eine Schispringerin? Ich halt nicht. Und beim Schifahren oder so ist der „Damenbewerb“ meist das Nebenevent.
Es gibt Damenfussball, aber sieht man je Damenfussballmannschaften im Fernsehen? Nö!
Wie is das bei der Formel1? Schon mal wer was von einer Fahrerin gehört? Eher nicht, oder?
Klar sind Frauen beim Sport auch körperlich leicht benachteiligt, aber vor allem haben sie nicht so stark die Intention zu kämpfen und zu gewinnen. Darum sind Männer im Sport überall ehrgeiziger und bedeutender.
NUR beim Reiten nicht! (Ich meine PFERDESPORT!) Ist euch schon mal aufgefallen, dass Reiten so ziemlich eine der wenigen Sportarten ist, wo Frauen und Männer gleichzeitig, also im selben Bewerb antreten?
Warum das so ist? Sicher auch, weil Pferdesport viel Einfühlungsvermögen erfordert, da man ja mit einem Tier zusammenarbeitet. Und dabei sind wir Frauen halt (im Durchschnitt) sehr gut.

Sportarten in denen Frauen stärker vertreten sind, sind Bodenturnen, Eiskunstlauf, jede Art von tänzerischen Bewerben…das ist auch leicht zu erklären. Bei uns wird zwar ein Wettkampf aus der Sache gemacht, aber mit Kampf in dem Sinn hat Tanz wenig zu tun. Man stelle sich vor: 2 rivalisierende Ur-männer – wer ist nun der Bessere und wer hat das Feld zu räumen? Der erste beginnt zu tanzen und legt eine schwierige Kür hin. Der 2. haut ihm einfach eine rein und der erste liegt flach. (Heute gibt es allerdings Breakdance – da funktioniert das mit den Dance- battles)
Und hier wird Tanz zum Kampf…und schon gibt es wieder mehr Männer! Ich glaub beim Breakdancen sind Frauen schon wieder in der Unterzahl!

Übrigens will ich damit nicht sagen, dass es keine ehrgeizigen Sportlerinnen gäbe. Natürlich gibt's die! Aber die ersten Sportler waren Männer…siehe altes Griechenland und Rom! Und prozentuell gesehen sind auch heute noch die Männer sportlich mehr interessiert und stärker vertreten.

Ein weiterer Punkt, warum Frauen nicht so häufig bei Turnieren auftauchen ist vielleicht, dass beim Constructed Turnier nicht allzu viel Kreativität gefragt ist. Frauen spielen vielleicht eher „zur Gaudee“, wo man auch kreativer sein kann. Z.B. beim Stapel, beim Draft, bei Gaudipartien mit selbstgebauten Fundecks.
Profimässiges Turniergeschehen ist halt eher trockene Strategie und Logik…und das Frauen nicht so talentiert in logischen Gedankenabläufen sind, dafür kreativer und empathischer, hat die Gehirnforschung ja bewiesen indem sie nachgewiesen hat, dass Frauen mit beiden Gehirnhälften gleich stark denken, während Männer die logikbegabte linke Hirnhälfte stärker einsetzen.
So ganz überzeugt bin ich von der Theorie aber nicht, denn Frauen, die sich an grössere Turniere heranwagen können trotz ihrer angeblichen „weniger logischen Denkweise“ durchaus genauso Top 8 gehen. Hier kommt es mehr auf Erfahrung und Übung mit dem Spiel an. Es ist lediglich möglich, dass sich Frauen halt nicht so GERN mit Logik und Strategie herumschlagen, obwohl sie es mit etwas Übung sehr wohl schaffen würden. Die meisten Frauen haben halt kreativere Beschäftigungen lieber.

Weitere Punkte, sind das soziale Umfeld und der Zeitaufwand…die erkläre ich jetzt gleich zusammen:
Ein Besucher auf unserem Forum hat einmal mehr im Scherz gesagt: „Frauen haben halt meistens was Besseres zu tun als ihre Zeit mit fetten, stinkenden Männern und diesem Spiel zu verbringen.“

Dass Magicspieler fett und stinkend wären, hab ich dann auch gleich dementieren müssen… ist doch mein eigener Lebensgefährte, den ich klarerweise sehr attraktiv finde, ein Magicspieler.
Tatsache ist aber, dass man es als Frau im Magicgeschehen hauptsächlich mit Vertretern des anderen Geschlechts zu tun hat. Und Frauen sind häufig sehr kapriziert darauf mit ihren Freundinnen zusammen sein zu können. Man kennt das ja…nicht mal aufs Klo gehen Frauen ohne ihre Freundin.
Ich persönlich hab keine einzige Freundin mehr…ich muss ja jedes Wochenende mit meinen „Jungs“ Magic spielen.
Während meine früheren Freundinnen fortgehen und Jungs aufreißen und über andere Jungs lästern und herumkichern, sitze ich mit 7 männlichen Freunden beim Draft in der Wohnung und brüte gerade über einer schwierigen Spielsituation.
Ich geh auch in den Ferien am Vormittag nicht shoppen mit meiner Freundin, ich geh mit einem Kumpel Deck testen. Das muss man als Frau halt auch mögen, dass man die Aktivitäten mit Freundinnen zurückschraubt. Das ist halt für viele Frauen nicht so leicht.

Ob Frauen „was besseres“ zu tun haben als Magicspielen würd ich bezweifeln. Ich würde eher sagen, sie haben „was anderes“ zu tun. Eben soziale Kontakte pflegen, Schönheitspflege, Einkaufen, Wohnung putzen, eventuell Kinder versorgen und lauter solche Sachen.

Und was ist mit den Frauen, die trotzdem Magic spielen…sind die irgendwie anders als die anderen Frauen?
Ich glaub nicht. Also ich bin halt eine ganz normale Frau…ich denke nicht besonders gut logisch, lasse mich gern beschützen und bin einfühlsam und fürsorglich- ganz typisches weibliches Naturell. Trotzdem find ich Magic klasse. Ich glaub um als Frau Magic spielen zu können muss man nur aufgeschlossen und neugierig sein und halt auch Zeit haben. Dann haut das schon hin.

Um genauer zu sein und das alles zusammenzufassen: Die Vorrausetzungen um mit dem Magic spielen anfangen zu können, sind immer gleich:

  1. Interesse an Fantasy
  2. Freude an Wettkampf und Gewinnen
  3. Soziales Umfeld, das Magic spielt und sympathisch ist
  4. Aufgeschlossenheit und Neugier
  5. „Spieltrieb“ –im letzten Artikel schon genauer erklärt
  6. Keine Scheu vor mentaler Aktivität, bzw. Freude daran
  7. Viel freie Zeit, die man für das Spiel opfern kann und will
  8. Geld, das man ebenfalls opfern kann und will


Wenn diese Vorraussetzungen stimmen, kann wohl jeder, ob Mann oder Frau mit dem Spiel anfangen. Bei Jungs sind diese Voraussetzungen halt öfter oder stärker gegeben.
Warum? Ich will das kurz anhand von Beispielen erläutern:

  1. Interesse an Fantasy: Ist nicht so häufig bei Frauen anzutreffen. Schaut euch mal in der DSA-Szene um: Ganz das gleiche wie hier bei Magic. (DSA ist ein Fantasy-Rollenspiel). Übrigens hab ich mal mit einer Arbeitskollegin darüber geredet – die verachtet alles was nicht mit der Realität (also ihrem Pferd, ihrem Haus und ihrer Arbeit) zu tun hat geradezu.
  2. Freude an Wettkampf und Gewinnen: siehe oben!
  3. Soziales Umfeld das Magic spielt und sympathisch ist: Wie gesagt, im sozialen Umfeld einer Frau also bei ihren Freundinnen, wird sie Magic kaum kennenlernen oder ausüben können. Viele Frauen würden vielleicht eher Magic spielen, wenn sie das mit ihren Freundinnen tun könnten.
  4. Aufgeschlossenheit und Neugier: Die hat man oder hat man nicht, das ist nicht geschlechtsspezifisch glaub ich.
  5. Spieltrieb: genauso wie 4!
  6. Keine Scheu vor mentaler Aktivität bzw. Freude daran: Ich habs kurz angerissen: Viel trockene Logik und strategisches Denken: Männer sind prädestinierter dafür.
  7. Viel freie Zeit, die man für das Spiel opfern kann und will: Ich habs auch oben schon kurz erklärt: Frauen haben oft „besseres“ oder eher anderes zu tun und insofern weniger Zeit.
  8. Geld das man ebenfalls opfern kann und will: Erst letztens hab ich mit einem Mädel gesprochen, die sich für Magic interessiert. Ich hab sie gefragt, ob sie denn nicht anfangen will zu spielen und sie antwortete: Nein, da müsst ich soviel Geld reinstecken und das würd sich nicht vereinbaren lassen mit meiner Klamotten-kauflust!“


Tja, das sind also ein paar Beispiele für frauenspezifische Gründe, dass eine Voraussetzung zum Magic spielen fehlt. Und da gibt es sicher noch viele andere Beispiele.

Jetzt fallen mir aber keine plausiblen Gründe mehr ein, warum Frauen seltener Magic spielen. Ich hab sicher was vergessen. Aber ihr könnt ja eure Gedanken dazu als Kommentare posten.
Ciao, eure Doris.


Weitere Artikel/Berichte von Doris Neumann - Rieser

[13.05.2004]Magic-Slang
[29.03.2004]Psychische Aspekte

 #1 gedanken von Bored am 29.04.2004 • 21:02
Mir ist auserdem aufgefallen das es mehr Jugidoof Spielerrinnen gibt als bei Magic...ich denke das mag an dem Fantasy Image legen und der mangel an beschissenden, schlecht gezeichneten und komerzielen Manga Filmen.
 #2 Schöner Artikel von TobyB am 29.04.2004 • 21:10
Ich finde deinen Artikel eigentlcih ganz gut, gefällt mir auch wie du des teilweise etwas übertrieben darstellst.
Und dazu das es wenig mädels gibt die Magic spielen, da muss ich dir "leider" recht geben, ich würde auch gerne mehr mädels Magic spielen sehen, bei uns gibt es zum beispiel niemanden!
So einen artikel würde ich auch gerne mal von einem Mann lesen
 #3 welches mädchen will schon ... von jurastudentberlin am 29.04.2004 • 21:25
mit 200 schwitzigen, pickligen jungs auf 500 qm 10 Stunden verbringen ... wir sind schon nich so sex wir magicspieler .... lets face it.
 #4 @joscha von Popai am 29.04.2004 • 21:55
Das ist der wahre Grund, und ich kann ihn verstehen!

Ausserdem haben Mädels meist keine Lust, ein Spiel zu erlernen bis zu dessen Beherrschung man derartig viel Zeit investieren muss!
Ich kenne eine ganze Menge Mädels, die es mal lernen wollten, aber soviel Zeit dann doch nicht investieren wollten!
 #5 Bestätigung von Greebo am 29.04.2004 • 22:29
Ich habe in etwa ähnliche Vermutungen, warum der Anteil weiblicher Wettkampfsportler so verschwindend gering ist. Der Artikel ist natürlich stark übertrieben und verallgemeinernd, aber natürlich ist das nötig um die wesentlichen Unterschiede der männlichen und weiblichen Psyche herauszustellen. Denn der Anteil der Turnierspieler ist keineswegs repräsentativ. Ich kenne genug Mädchen und Frauen die total interessiert an Rollenspiel und Fantasy sind, aber nicht das geringste Interesse am Wettkampf haben.
 #6 Wirklich guter Artikel von Ralley am 29.04.2004 • 22:52
Ja das ist wirklich ein Problem. Ich hab bereits mit meiner Exfrau und Tochter vor 9 Jahren Magic gespielt und spiel mit meiner jetzigen Freundin auch .... es ist einfach der Reiz warum Männer und Frauen spielen .... Männern geht es vorrangig darum zu gewinnen ... zweifelsfrei .... meinen Frauen ging es immer nur nun das Spiel an sich und die Decks sahen auch entsrechend aus (100 Karten weil alles rein muss was so gefällt) .... niemals waren/sind sie bereit Turnier zu spielen .... ich schaff es einfach nicht meine Freundin mal nach Dülmen mitzunehmen ... sie weigert sich permant.
 #7 naja, von gilp am 29.04.2004 • 23:42
was die Frauenquote bei Rollenspielren angeht, ich kenn mindestens genauso viele Rollenspielerinnen, wie Rollenspieler!
Ansonsten, sehr guter Artikel, schön zu lesen!
 #8 Reiten und Bodenturnen... von Sturmgott am 30.04.2004 • 00:52
YEAH!!!
 #9 Gruß vom Chef-Chauvi... von Sturmgott am 30.04.2004 • 00:57
Zitat:

"Ich würde eher sagen, sie [Frauen] haben „was anderes“ zu tun. Eben [...] Schönheitspflege, Einkaufen, Wohnung putzen, eventuell Kinder versorgen und lauter solche Sachen."

Da soll mir noch mal einer kommen und behaupten, Männer seien doch eh alle Chauvinisten-Schweine!

Frau Neumann-Rieser, wärest Du nicht schon verheiratet, so würdest Du bestimmt einige Offerten aus den Reihen der geneigten Leser bekommen *ROFL*
 #10 "Der 2. haut ihm einfach eine rein" von ForgottenFrank am 30.04.2004 • 01:15
Yeah - "DEVASTATING" (UT-Style)

Ich glaube, dass sagt alles...
 #11 Jetzt aber mal im Ernst... von ForgottenFrank am 30.04.2004 • 01:21
...ich glaube das ist einfach so.
Frauen die Magic spielen würde ich aber nicht mit Foil-Birds vergleichen, sondern eher mit revised Serendib Efreets...
 #12 Jetzt aber erst recht mal im Ernst-so richtig von Gottkaiser am 30.04.2004 • 03:33
Frauen wollen ja auch eher Kinder in die Welt setzen, also sind also von ihrem genetischen Code her eher "konstruktiver" und "familär"-also eher so Turn 30 Kill mit Nachhelfen.
Ich find's auch doof gegen eine Frau zu verlieren und mir dann 4 Stunden lang versteckte "Bist du auch nicht böse"-Fragen anzuhören.
Magic ist ja nicht Stalingrad Teil 2, sondern nur ein Spiel wo man gewinnt, und verliert-und auch lernt zu verlieren ohne gleich Harakiri machen zu müssen (von den kleinen Japanern mal abgesehen)
 #13 Es ist spät und ich will schlafen aber geht nicht. von Zimtbock am 30.04.2004 • 04:13
Hm...ich sehe da 2 Thesen, warum so wenig Frauen Magic spielen.

These 1: Frauen stehen nicht auf Schw*nzlängenvergleiche (...), soll heißen keine one-on-one Wettkampfsport im Stile von: Ich gewinne - Du verlierst. Gegenprobe: Ballett - konstruktiver nicht wettkampforientierter Sport - fast keine Männer, aber ca. 90% schwul [ich befürchte das ist kein Vorurteil]. Würde also hinkommen. Tiefere psychologische Begründung entfällt, hab Psychologie nur ein Semester als Nebenfach im Magister studiert (kann man aber trotzdem bei Bewerbungen angeben .

These 2: Vergessen. 4h nachts. Argh. Ach ja: Teufelskreis. Magic = Spielergemeinschaft hauptsächlich männlich. Prämisse: Gute Freunde sind in der Überzahl gleichgeschlechtig. Hypothese: Neu angeworbene Spieler sind aus "Gute-Freunde-Krreis". Folgerung: Neu angeworbene Spieler sind meistens des gleichen Geschlechts wie der Anwerber. Also: Männer bringen meistens Männer zum Magic spielen und Frauen meistens Frauen zum Ballett (siehe These 1). Logisch? Glaube ja.

Ach ja. Nettes Photo.
 #14 Nochmal zum Photo von Zimtbock am 30.04.2004 • 04:21
Deuten die Kacheln im Hintergrund des Bildes darauf hin, dass es am Klo aufgenommen wurde? Das würde die Wirkung irgendwie unterminieren.

Wie krieg ich jetzt nen Bezug zum Thema? Nen Tipp: Vergesst nicht, wenn der Gegner nen Arcbound Crusher im Spiel hat und ihr noch ein Artefakt braucht, um in mit eurem Irradiate zu killen, könnt ihr eine Artefakt ins Spiel bringen, die Fähigkeit vom Arcbound Crusher auf den Stack gehen lassen und in Response Irradiaten, so dass der Crusher noch nicht stärker ist, wohl aber das Irradiate. Ist zwar kein toller Tipp, ist mir aber grad auf MODO passiert.
 #15 hmmmm........ von Der Frisör am 30.04.2004 • 07:30
solide....

aber :

scheue dich nicht zu sagen das ich als hetero man vor dem herrn auch schon der meinung bin das magicturniere eine ansammlung von häufig weniger gepflegten herren ist.... und wenn ich mal in einem anzug dasitze ich mir anhören muss "wo kommst du den gerade her" und ich mir nur denke "hm, von zuhause?"
 #16 Magicspielende Frauen in Österreich von Gambler am 30.04.2004 • 08:18
Also ich kann dich beruhigen zumindest die Freundin von nem Kumpel von mir spielt auch, hat aber erst vor kurzem begonnen, bist also nicht die Einzige
 #17 Alte Stereotypen!!! von Namenloser am 30.04.2004 • 08:55
Der Artikel erinnert mich stark an alte Klischees, welche leider noch immer nicht überwunden scheinen. Männer kämpfen, Frauen kriegen Kinder, was letztendlich zu dem Schluß führt, das Frauen einfach pazifistischer sind.Hierzu möchte ich anmerken, dass es in der angesprochenen Urzeit auch Stämme gab bei denen Frauen die jagden. Aber darauf will ich gar nicht hinaus. Soziale Umstellungen brauchen eben Zeit. Wenn jetzt noch nicht so viele Frauen Magic spielen, heißt das nicht, dass das für alle Zeit so sein muß! Also rufe ich hiermit alle Frauen, die sich für Magic interessieren, auf so viel wie möglich zu spielen und auch Spass daran zu haben. Und lasst euch auch nicht durch irgendwelche Machosprüche das Spiel verderben. Denn dann werden in Zukunft andere Frauen eurem Vorbild folgen. Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich glaube, dass Artikel wie dieser die vielleicht vorhandene Kluft zwischen MagicspielerInnen nur noch vergrößern!!!!!!!
 #18 Das Thema des Artikels... von Sandra am 30.04.2004 • 09:33
... finde ich natürlich interessant, allerdings sind mir deutlich zu viele Klischees drin, die wir doch schon überwunden haben sollten, oder? Ich kaufe ungern Klamotten, halte mich für durchaus fähig des logischen Denkens, sage beim Angriff auch "ich haue für 5" (Hey, das Thema ist hier doch ein Kampf, das ändert sich doch nicht, weil ich eine Frau bin). Das es den Typ Frau, den du oben beschreibst, gibt, ist unstrittig, klar, aber ich kenne auch unglaublich viele Frauen, die genau nicht so sind, wie du beschreibst.

Und einige Prämissen sind auch falsch. Zum Beispiel ist Interesse an Fantasy bei Frauen sogar eher verbreitet als bei Männern (Belegt anhand Verkaufszahlen und Ausleihzahlen von Fantasyromanen. SF ist die wahre Männerdomäne)

Freude am Wettkampf ist bei Frauen auch gegeben. Schau mal in Sportvereine, die dort anwesenden Frauen sind auch nicht nur da, weil man beim Sporteln so nett über Männer plauschen und Kuchenrezepte austauschen kann.

@Forgotten Frank: Ich wäre zwar nicht gerne ein Foil Bird, aber ein Serendib? Och nöööö....

@ Gottkaiser: Ach, übrigens hab ich auch Kinder in die Welt gesetzt und denke nicht im Mindesten dran, meinen Mann zu fragen, ob er mir böse ist, wenn ich ihn beim Magic schlage.


Nur ein paar Meinungen beim morgendlichen Kaffee.....
 #19 @Namenloser von bargain am 30.04.2004 • 09:58
Wie wird denn ein Klischee zum Klischee? Mal drüber nachgedacht? Und außerdem ist dieser Artikel der besten, den man zu diesem Thema je hier lesen konnte. Sehr schön! Mehr davon bitte! Er zeigt schlicht und einfach mal die Sichtweise einer Frau und das in einer sehr sympathischen (in jeder Beziehung) Art und Weise.

Ich geh dann mal wieder mein Revier sichern, hau dem Nachbarn vorsichtshalber mal wieden nen paar rein, um meinen Alpha-Status zu erhalten. Aber mein Weib und meine Kinder lass ich trotzdem erst mal im Keller. Man kann ja nie wissen.
 #20 @Sandra von ForgottenFrank am 30.04.2004 • 09:59
Ich sage nur "A glitch in the Matrix",
vgl. Magazin das es beim GP gab, S.54.

Ich fände das auch gut, wenn mehr Frauen bei den Turnieren anwesend wären (solange sie keinen Anzug anhaben).
 #21 foobar von EvilBernd am 30.04.2004 • 10:09
/me unterstützt mal so fast alles, was Sandra und Namenloser vor mir so von sich gegeben hat (und ich hatte noch keinen Kaffee).
Ich glaube mit noch weniger Klischees und pseudo-psychologischen Aussagen kann man einen Artikel gar nicht füllen. Dass diese teilweise auch noch falsch sind (siehe das Fußballübertragungsverhalten der ARD, dem Skisport, oder die Neugierdelosigkeit der weiblichen Bevölkerung), sorgt nicht gerade für eine positivere Wertung (auch wenn man mir garantiert wieder vorwerfen wird, ich würde ja eh alles nur bemeckern, was sich hier breitmacht).
 #22 Pferde und Co. von realalien am 30.04.2004 • 11:01
Also, ich habe hier nicht die Zeit für einen Co-Artikel, deswegen kurz:
1. Pferde werden beim 'Pferdesport' zu genüge gequält und mir ist nicht bekannt, dass Frauen mehrheitlich etwa Military oder so verweigerten - das zum 'Einfühlungsvermögen'.
2. Frauen stehen gerade im Fantasybereich auf ausgesprochenen Kitsch (kenne viele Mädchen, die sich die Karten nur anschauen und eigentlich wäre dann Sailor Moon oder so doch besser) und weniger auf competetives - da sind wir uns wohl einig.
3. Es fehlt mir i dem Artikel total, dass Männer oftmals nur so ein Alphagehabe haben, wenn es um Frauen geht! Hier kann das wohl nur wenig zutreffen, ist aber wohl unumstritten in anderen Bereichen so! Warum?
4. Es gibt auch ein nettes Umfeld, dass die Geschichte sehr sportlich und fair sieht und dieses 'Plattmachengehabe' nicht aufweist. Hängt halt davon ab mit wem man so rumhängt.
5. Magic ist auch Statusgehabe und gleicht gerade auf Tauschabenden eher einer Börse. Wieviele Frauen arbeiten auf den Finanzmärkten dieser Welt nochmal?

Kommt also einiges zusammen! Ich persönlich habe übrigens noch nie gegen eine Frau auf einem Turnier gespielt - wäre aber bestimmt mal nett, genauso wie der Artikel prinzipiell - auch und gerade wegen der Thematisierung von Klischees (bewußt oder unbewußt)!

cheers
 #23 Ein Kommentar! Oh Freude! von Kuschelköter am 30.04.2004 • 11:15
"Auch bei unseren Vorfahren, den Tieren ist es so, dass vor allem die männlichen Exemplare sich im Kampf gegeneinander messen, um zu ermitteln, wer das Vorrecht hat." - Survival of the Fittest, ist 'ne feine Sache und eine noch bessere Magickarte, aber nicht der Grund warum ich als Kerl Magic spiele.

"Auf alle Fälle bemerkt man, wenn man sich das durchliest, wie die Sprache auf einen Kampf hinweist. „Den Gegner killen“, …hier steht der Gegner für das Beutetier oder den wilden Bären, der angegriffen hat, oder eben für den Rivalen, der ihm Territorium und Frau abspenstig machen will." - Kämpfen um des Kämpfens willen mach' ich nicht! Das führt zur Dunkklen Seite.

"Man stelle sich vor: 2 rivalisierende Ur-männer – wer ist nun der Bessere und wer hat das Feld zu räumen? Der erste beginnt zu tanzen und legt eine schwierige Kür hin. Der 2. haut ihm einfach eine rein und der erste liegt flach." - Nun der 2te hat ihn zwar umgehauen, damit jedoch nix bewiesen. Leute boxen kann glaube ich jeder, dazu gehört nicht viel. Auch ich als Mann finde es immer wieder lobenwert, wenn jemand eine Sache fast bis zur Perfektion betreibt, sei's Magic, Tanzen, Autofahren, Malen. Mit Niederlagen sollte man auch, oder gerade, als Mann klarkommen, denn sonst wäre es sinnfrei sich ein Hobby oder ein Interessengebiet zu suchen, dass vom gegenseitigem Wettbewerb lebt.

"und das Frauen nicht so talentiert in logischen Gedankenabläufen sind, dafür kreativer und empathischer, hat die Gehirnforschung ja bewiesen indem sie nachgewiesen hat" - Na toll, was hat die Wissenschaft denn noch so rausgefunden? Davon halte ich mal gaaar nix, was die töfte Wissenschaft so rausgefunden hat.
 #24 Noch ein Kommentar! (verdammtes Zeichenlimit) von Kuschelköter am 30.04.2004 • 11:29
"Ob Frauen „was besseres“ zu tun haben als Magicspielen würd ich bezweifeln. Ich würde eher sagen, sie haben „was anderes“ zu tun." - Ich hab' auch oft genug einfach was "besseres" zu tun als Magic zu spielen: essen, schlafen, arbeiten, PC spielen, GW Hobby, RPGs, Kommentare auf PMTG schreiben, was lesen, und, und, und.

"Jetzt fallen mir aber keine plausiblen Gründe mehr ein, warum Frauen seltener Magic spielen." - Mir auch nicht und ich find's mindestens genauso schade. Die Frauen, die Magic spielen, kommen meistens dann auch nur durch ihren Freund dazu.

Ich weiß auch nich' warum es so wenig Frauen gibt, die sich mit Magic beschäftigen. Vielleicht ist es ganz einfach so, dass Frauen da nicht so einen Bezug zu aufbauen können und auch nicht so viel Spaß daran haben können, wie wir Jungs.

Ich spiel das Spiel auch nur, weil ich so einen Spaß daran hab', ob privat oder auf Tunier macht für mich keinen Unterschied. Das ist mit meinen anderen Hobbies auch so, hauptsache keine Langeweile kommt auf.

Das war mein Wort zum Freitag! Allen einen schönen ersten Mai!
 #25 Schach von auenland am 30.04.2004 • 11:38
Mich würde interessieren, ob es z.B. schon Studien darüber gibt, warum auch viel mehr Männer Schach spielen als Frauen. Diese könnten nämlich schon eine Menge Gründe dafür liefern, warum das bei Magic genauso ist. Mit dem Fantasy-Thema hat das imho nix zu tun.
 #26 @bargain von Namenloser am 30.04.2004 • 11:48
Klischees sind Teil unserer Gesellschaft in die wir alle hineingeboren werden. Anhand unserer Erzeihung lernen wir dann was die Gesellschaft von uns verlangt.(Verhalten anderen Menschen gegenüber) Wenn wir jemanden nicht kennen neigen wir zu Vorurteilen, die sowohl postiver Natur als auch negativ sein können. Und daraus entstehen Klischees. Wenn wir also alle ein bisschen offener aufeinander zugehen,dann könnten wir einige davon vielleicht abschaffen. Soviel zu Thema ob ich mir schon mal gedanken über das Entstehen von Klischees gemacht habe.
Ich wollte eigentlich nur ausdrücken, dass solche Artikel schon vorhandene Klischees fördern und keineswegs dazu beitragen diese abzubauen!
 #27 Also... von ForgottenFrank am 30.04.2004 • 11:50
...ich denke schon, dass es vor allem mit dem Wettkampf-Aspekt zu tun hat, dass mehr Buaba wie Mädle Magic spielen.
Die von den Frauen präferierten Sportarten (vom Breitensport ausgehend) wie Ballett oder Tanzen betonen ja eher die eigene Perfektion als das "besser sein" als jemand anderes. Auch der Pferdesport (als Breitensport) ist ja eher auf die Sorge um den Gaul als auf Wettkämpfe bezogen.
Außerdem bin ich der Ansicht, dass gerade in dem Alter in dem der Durchschnittsspieler einsteigt (14-16 ?) auch die Differenzierung vom anderen Geschlecht eine Rolle spielt und sich viele Mädchen in dem Alter nicht vorstellen können mit den doofen Jungs ein gemeinsames Hobby zu haben. Dies führt halt auch dazu, dass die meisten Frauen die man so bei den Turnieren sieht auch eher im Bereich 25+ anzusiedeln sind.
Ein weitere Aspekt ist, nachdem schätzungsweise 95%+ der Magic-Spieler Männer sind, diese als Multiplikatoren gesehen natürlich eher weitere männliche Spieler nachziehen, und dass sich davon ausgehen auch nicht viel an den 95%+ ändern wird.
 #28 Also eigentlich von bertl_hu am 30.04.2004 • 11:52
bin ich ganz glücklich, dass es nicht so viele Spielerinnen gibt. Magic ist erstens so ein bissel ein Refugium, wenns stressig wird und was viel wichtiger ist:
Ich weiß ja nicht wie die Erfahrungen beim restlichen männlichen Publikum sind, aber wie verhält sich bei euch ein Mädel, das gegen euch beim Mensch-ärgere-dich-nicht, Monopoly, Memory oder sonst was verliert? Es gibt da so 2-3 verschiedene Reaktionen, die ich kenne, entweder das Mädel ignoriert das ganze (und trägt es wie ein Mann...) oder es fängt an zu schummeln oder es endet mit solchen Kommentaren "ich spiel nie wieder mit dir", "das war alles unfair" und "Du bist gemein" ... Und wegen Reaktion 3 sollte man am besten nie gegen seine Freundin spielen, zumindest nicht, wenn sie tendenziell zur verbalen Entgleisung neigt
 #29 @#28 Ich weiss es ja ned... von ForgottenFrank am 30.04.2004 • 12:32
..aber gerade die 2.Reaktion scheint durchaus eine gewissen Verbreitung zu haben.
"Das war alles unfair" kommt ja auch bei Männern des öfteren vor, z.B. bei Loss wegen Loxo, Grab, Doppel-Reiver Demon.
 #30 Klischees und andere Klischees von tfp am 30.04.2004 • 13:08
@Namenloser: Schon mal daran gedacht, dass Klischees auch wahr sein können? Klischees abzulehnen und zu bekämpfen ist doch genauso falsch, wie sie uneingeschränkt (und das ist das wichtige!) anzunehmen. Es geht um Tendenzen im Sinne 70:30...

und @Sandra: Keiner redet von dir. Ist doch klar, dass du wenig von dem Klischee aufzeigst, schließlich bist du Mitglied der Magic-Szene, oder? Damit hast du die Theorie nicht widerlegt, sondern eher sogar bestätigt...

@Doris: Schöner Artikel, schon zu lesen um um MEILEN besser als dein erster
Freue mich auf mehr
 #31 Perplex. von Zimtbock am 30.04.2004 • 13:12
@forgotten frank: Willst Du mich verarschen oder sind wir Seelenverwandte?
Dein Posting (#27) sagt genau alle Aspekte von meinem ersten (#13) (nur nicht so schlaftrunken).

Wenn das Zufall ist, dann ist das irgendwie paranormal.
 #32 Begründung von TogGodKook am 30.04.2004 • 13:19
Magic = a) kleine nervige Kinder b) nervtötende pubertierende Jugendliche c) ungepflegte Mathematikstudenten d) das dämliche Spiel an sich (Ausnahme bilden die "Absoluten Samuels")

ergo: Frauen lernt man in der Disse oder im Café kennen. Nicht beim Magicspielen...
 #33 Magic - Ehen von Arne am 30.04.2004 • 13:19
Guter Artikel, prima Thema und mit gezielten Zitaten gewürzt. Ein Aspekt hätte mir da noch gefehlt. Ich kenne in meinem Umfeld jede Menge verheirateter Magic Spieler, wo jeweils die Partnerin kein Magic spielt, wohl aber gerne jede Menge anderer Spiele. Aber nie auf einem Turnier. In Gesprächen mit meiner Frau und anderen wurden mir oft folgende Argumente gegen Magic / Turniere angetragen:
1. Die Masse der dort anwesenden seien nicht unbedingt Sympathieträger und oft schlecht angezogen (sorry, nicht meine Meinung)
2. Die Bilder auf den Karten seien abstossend
3. So ein Turnier dauere viel zu lang und spiele sich immer nur drinnen ab, zu wenig Abwechslung
4. etc. etc.

So, liebe Profi Magicspielerinnen (ja, ich meine Euch alle drei: Claudia, Sandra, Doris), was steckt da wirklich hinter? Kennt Ihr einen Trick, wie wir unsere Frauen doch für Magic begeistern könnten und endlich wieder aktiver Teil der Community werden?
 #34 Ich will ja nicht nur... von Sandra am 30.04.2004 • 13:23
... mich da raus nehmen, sondern eigentlich auch die meisten Frauen die ich so kenne (und von denen kaum eine Magic spielt). Von diesen Klischeefrauen kenn ich eigentlich kaum eine live.

@ tfp: Wie meinst du das mit dem 70:30? 70 Prozent der Frauen sind so oder Frauen haben zu etwa 70 Prozent diese "weiblichen" Eigenschaften?

Oder wollt ihr mir wirklich erzählen, daß ihr und die meisten Männer, die ihr kennt, mit der Keule rumlaufen und Uga uga rufen?

Verallgemeinerungen sind immer falsch

@ ForgottenFrank: Deine Argumente find ich wirklich überdenkenswert. Das Alter des "Anfixens" ist wirklich das Alter mit der größten Geschlechterseparation. Und das mit dem Multiplikator - auch wahr. Mir hat mal ein Typ auf einem Turnier erzählt, daß er seiner Freundin sicher kein Magic beibringt, da sie dann immer mit so vielen Männern in Kontakt käme

Wobei beim Pferdesport sicher nicht die Sorge ums Tier im Vordergrund steht. Gerade Disziplinen wie Military halte ich für Tierquälerei.....
 #35 @Zimtbock (?) von ForgottenFrank am 30.04.2004 • 13:24
Das ist natürlich fast unumgänglich, weil das die naheliegensten Punkte sind die so den meisten die 'mal kurz nachdenken einfallen werden. Ich hab' deinen Beitrag zwar gelesen, aber mir dennoch selber gedanken gemacht und komm' halt zu ähnlichen Vermutungen/Folgerungen.
Dies ist aber gar nicht schlimm, da dadurch ein gewissen Redundanz entsteht, und es andere eventuell besser nachvollziehen können.
Mein Beitrag sollte keiner im Sinne von "Es wurde alles gesagt, aber noch nicht von jedem" sein, sondern umfasst für mich bei der Ergründung der Problemstellung relevante Beobachtungen.
 #36 @Sandra von ForgottenFrank am 30.04.2004 • 13:32
Das Wort "Anf****s" lag mir schon in der Hand beim vorigen Posting, aber man sollte sowas nicht verwenden.
Das Argument war ja auf Pferde"sport" als Breitensport bezogen, also kA mal im Sommer so ein, zwei kleinere Casual-Turniere.

Verallgemeinerungen halte ich keinesfalls immer für falsch,
- vgl. bspw. Color-Wheel.
 #37 Kommentar von tfp am 30.04.2004 • 14:46
@Sandra: Das 70:30 bezog sich auf den Sinn von "Tendenz". Aber es ist natürlich auch in deinem Sinne brauchbar. Deine zwei Alternativen sind statistisch zwar nicht das selbe, aber das gleiche. Realistisch runtergebrochen auf "eine" Frau, würde ich natürlich sagen, dass jede Frau im Schnitt 70 Prozent der Eigenschaften hat, die für bekannte Klischees (keine Vorurteile) typisch sind.
Das stimmt natürlich bei Männern genauso... Und soll da heissen: für jede Frau, die du mir präsentierst, die nur 50% der Eigenschaften hat, finde ich dir 2 Frauen mit 80% der Eigenschaften...

Und zum Thema UgaUga: Als was ich bei meinen täglischen Bus/Bahnfahrten von diversen pupertierenden Jungs mitbekomme, ist soweit davon nicht entfernt.
Zitat: "Ey mann, ich fahr jedes Wochende die Strecke, weil meine Schlampe halt die Beine breit macht und mich nicht zuquatscht!"

Verallgemeinerungen sind immer falsch? Nein, dann würde ja unsere gesammte Wissenschaft zusammenbrechen. Sie spiegeln nur nicht unsere Realität im ganzen wieder und sind deswegen nur eingeschränkt gültig. Versucht man aus einer Verallgemeinerung natürlich etwas ausserhalb ihrers Gültigkeitbereichs herauszulesen, ist das Ergebnis dann falsch...
 #38 Freundin zum Magicspielen bringen? von Helgeaner am 30.04.2004 • 16:55
Also erstmal ein dickes Lob für den Artikel, klar, ein wenig übertrieben, aber um seinen Standpunkt klar zu machen, sind Extreme der beste Weg. Hab mich aber teilweise kringelig gelacht
Habe auch mal versucht meine Exfreundin zum Magicspielen zu bringen..haben auch viel im Funbereich gespielt, aber für Turniere konnte ich sie nie begeistern...
Meine jetzige Freundin ist noch nicht so firm in Sachen Magic, doch ihren Aussagen jeden Freitag "Wie du fährst schon wieder auf dieses seltsame Treffen" entnehme ich eine Art "Voreingenommenheit" dem Thema gegenüber...
Hab aber schon mal gegen eine Frau auf FNM gespielt (und Gott sei Dank knapp gewonnen!!! Man wäre mir das peinlich gewesen ) aber auch nur genau 1 mal...schade schade, doch um Frauen kennenzulernen ist Magic echt nicht das richtige Hobby, dann doch eher Welpenaufzucht im Tierheim!
 #39 Kommentare - die letzten für heute von mir von Sandra am 30.04.2004 • 16:59
Aaahhh, ich hatte da extra einen Smilie gesetzt...... natürlich haben auch Verallgemeinerungen ihren Sinn. Allerdings finde ich sie in dieser Diskussion mit viel zu breitem Pinsel aufgetragen.

@tfp: Die pubertierenden Jungs sind ja wohl nicht repräsentativ für Männer an sich hoff ich.

@ ForgottenFrank: Sorry, wenn du meine Wortwahl nicht für political correct hälst.

@Arne; Mein Mann und ich spielen beide Magic, ich nehme es nur sehr viel ernster als er (er ist reiner casual player). Versucht es einfach immer wieder, macht Magicabende zu Hause mit anfängerfreundlichen Decks, ohne Fachsimpelei, die jeden Anfänger (nicht nur Frauen) abschreckt, vielleicht mit zwei Ehepaaren gleichzeitig, so daß eine Frau nicht alleine dasteht, wenn sie mal aufs Klo muss (Achtung: )

Übrigens glaube ich nicht, daß Frauen nur auf Kitschfantasy stehen und ich kenne mehr männliche als weibliche Sailormoonfans
 #40 Antworten von sunrise am 30.04.2004 • 17:47
@Sturmgott: bin nicht verheiratet...nur verlobt.
@Zimtbock: Das Foto is im Bad entstanden, nachdem ich mich für einen Ball aufgebrezelt hatte.
@Namenloser und Sandra: Klischee hin oder her...einige habens ja schon erkannt hier: Um Vergleiche von grossen Personengruppen anzustellen braucht man den Durchschnitt. Und übertriebene Beispiele fördern das Verständnis. Nehmt nicht alles so genau.
@Auenland: Schach ist wie Magic ohne Abwechslung, Kreativität und den Fantasy-faktor. Mir is das z.B. zu trocken und zu fad.
Was meine Aussage über Fantasy betrifft möchte ich dazusagen, dass ich mich da wohl vertan hab. Anscheinend gibts doch genug Frauen die das interessiert. Hab ich wahrscheinlich nur zufällig eher wenige kennengelernt.
@Arne: Versuchs mal damit:
1) Sag deiner Frau, sie muss mit den "unsympathischen" Leuten ja nicht viel reden...man ist meist eh zu beschäftigt mit der Spielsituation. Und ein paar sympathische werden wohl dabei sein.
2) Zeig ihr halt mal ein paar "schöne" Artworks! Die meisten Engel sind doch wirklich hübsch und manche Tiere sind auch süss! Räum zur Not alle schwarzen Karten weg!
3) Man kann nach jeder Runde rausgehen und mit den Kollegen reden und überhaupt: Was ist spannender als eine Turnierathmosphäre? Etwa zuhause putzen?
Wenns nicht klappt: Sorry, aber Magic is halt eine Männerdomäne!

Zum Abschluss noch: Ich bin stolz darauf so umstrittene Artikel schreiben zu können! Wenns jedem egal wäre was ich schreibe, würde ich wohl aufhören! Danke für die vielen Kommentare an alle meine Leser!
 #41 Verloben von Norman am 30.04.2004 • 17:58
ist doch nur sicherstellen und weitersuchen.
 #42 face von Flix am 30.04.2004 • 18:38
the facts: blokes zocken fussi u/o magic, chicks sind da um gut auszusehen. rolf o spruch, aber wahr. mal ehrlich, frauen die den weg zu magic gefunden haben hatten schon vorher garantiert bezug zu fantasy oder wurden ganz einfach von ihrem fanatischen kerl mitgeschleift. in beiden fällen haben die es im umkehrschluss nicht mehr nötig sich im RL mühe zu geben. ist auch nich diskriminierend gemeint, aber ich frage meine exfreundinnen und die von meinen kumpels und auf alle macht der zock den gleichen eindruck: freakiger müll. es sei denn ich reveal meinen kontostand von 2002. ansonsten gibt es da NICHTs zu holen.
 #43 Unmöglicher Artikel von Papilia am 30.04.2004 • 20:06
"Also ich bin halt eine ganz normale Frau…ich denke nicht besonders gut logisch, lasse mich gern beschützen und bin einfühlsam und fürsorglich- ganz typisches weibliches Naturell."

Also, als Frau fühle ich mich von dem Artikel regelrecht beleidigt (immerhin so sehr, daß es mich zum registrieren animiert hat). Selbst wenn Übertreibungen nötig sein sollen, finde ich diesen Artikel teilweise zu sehr daneben, sorry.

Meine These, warum so wenig Frauen Magic spielen? Ich würde schätzen, daß wir einfach ständig damit beschäftigt sind, den Männer den Rücken freizuhalten, damit diese spielen können (Magic oder sonstwas). Und dann hat man bzw. in diesem Fall frau halt einfach keine Zeit mehr zum selbst spielen.
 #44 Kommentar schreiben von Yogurthluder am 30.04.2004 • 23:25
nur so weil ich auch mal was sagen wollte:
Ich stehe auf DCI-Tunieren (alles über FNM, sprich min regionals)

!!!10-0!!!

Gegen Frauen. Hab irgendwie immer das "Glück" gegen sie zu spielen (soll nicht heißen dass es einfacher ist, wenn man 1st round gegen Claudia Loroff statt gegen Random Kind spielt). Ich muß sagen dass die spiele meist angenehmer als gegen Kerle sind, besonders weil sie nicht mit der endlosdiskusion: Du hattest Glück, ich war screw, Topdecker etc enden. Ich hab mir zu dem thema auch schon gedanken gemacht, und bin zu dem schluß gekommen dass es einfach keine "endgültige" Erklärung gibt. Die einzige Gemeinsamkeit war eigentlich immer: Interesse am Spiel ist vorhanden, aber so viel Zeit zum lernen investieren um noch mehr Zeit fürs spielen zu "verschenden", da kann man auch seine Zeit besser verbringen. -Kommentar zuende, wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.
 #45 der artikel war gut ... N0.1 von jurastudentberlin am 01.05.2004 • 00:32
aber manche kommentare .... zuuu geil ! z.B. bargain:
"
Ich geh dann mal wieder mein Revier sichern, hau dem Nachbarn vorsichtshalber mal wieden nen paar rein, um meinen Alpha-Status zu erhalten. Aber mein Weib und meine Kinder lass ich trotzdem erst mal im Keller. Man kann ja nie wissen.
"
ohman musste ich lachen ... im gegensatz zu dem was die "verständiger" von sich gaben ... sandra und namenloser ... *gaehn* ... lets face it: frauen schlagen sich im "besser aussehen" oder "cooler sein" (wie die mitte-chicks hier in berlin etc.). Na klar gibs hier und da auch richtige "Geistessportler" aber die sind eben die aussnahme.
 #46 der artikel war gut ... N0.2 von jurastudentberlin am 01.05.2004 • 00:35
richtig find ich aber das von zimtbock:
"
Teufelskreis. Magic = Spielergemeinschaft hauptsächlich männlich. Prämisse: Gute Freunde sind in der Überzahl gleichgeschlechtig. Hypothese: Neu angeworbene Spieler sind aus "Gute-Freunde-Krreis". Folgerung: Neu angeworbene Spieler sind meistens des gleichen Geschlechts wie der Anwerber. Also: Männer bringen meistens Männer zum Magic spielen und Frauen meistens Frauen zum Ballett (siehe These 1). Logisch? Glaube ja.
"
genau so sehe ich das auch. haetten zuerst frauen magic gespielt waere das auch noch so. nur haben sies nicht da es eben ihrer natur nicht entspricht. klischee hin oder her. das ist die realität.
 #47 Und daher wird von jurastudentberlin am 01.05.2004 • 00:37
es auch so bleiben, basta. da koennt ihr reden bis die eiszeit anbricht.
 #48 hmmmm......... von Der Frisör am 01.05.2004 • 01:48
ich spiele sehr ungern gegen gutaussehende intelligente females, weil ich mich dann nicht mehr konzentrieren kann und ich auch lieber versuche sie zu einem espresso roma einzuladen als ernsthaft mit ihnen zu zocken....

da ich tendenziell chauvinist bin und meine politische korektheit (fick anglicism !!) (LOL) in der regel an der garderobe abgebe kann ich mir so einen kommentar abgeben und stehe auch noch dazu !

aber: ich spiele seit dem jan. 1999 magic DCI, und mir ist dies auch noch nie untergekommen....
 #49 am nachdenken... von Ðennis am 01.05.2004 • 14:56
Mahlzeit ist heute glaube ich das erste mal das ich etwas auf planetmtg schreibe... also ich sehe das so das Männer eher bereit sind sich mit einen sehr zeitaufwendigen Hobby sich auseinander zusetzen und "viel" Geld rein zuinvestieren als Frauen... Frauen haben zwar auch Hobby's aber meistens mit einen Praktischen nutzen z.B. Garten, Kochen usw. oder sachen die z.B. bilden wie Lesen, Kunst usw. Viele Frauen sehen halt keinen Sinn darin viel Geld für ein Stück "Pappe" auszugeben wenn man Karten auch mit einen Skartblatt spielen kann.

Betreff Sandras Zitat: sage beim Angriff auch "ich haue für 5"
das stimmt nicht ganz du sagst fast immer ein Freund von mir kommt "spielen".... aber das ist letzendlich auch egal oder ???

Ich Persönlich spiele Magic nicht um zu gewinnen oder meinen Status wieder zu spiegeln sondern eher um Spass zu haben mit anderen Leuten die genauso gerne das Spiel des spielens wegen mögen....

PS: Sandra wo warst du gestern beim Treffen ????

greetz
Ðennis
www.mtg-hannover.de
 #50 mhhh hunger - bär totschlagen essen lecker von Knolli am 01.05.2004 • 21:16
Jo wie gesagt gibt es wenige mädls die magic spielen - pers. kenn ich nur 4 - davon kenne ich 2 von der turnierszene....

Du sprichst an das ihr immer draftet, und naja wenn wir draften ist die wohnung meistens stark verwüstet.... wer räumt da bei euch zusammnen...

Und zum thema stinkende, fette spieler kann ich nur eines sagen - besoffen fehlt ....
 #51 mehr drafter von kroell am 02.05.2004 • 17:02
ich würd ja ab und zu meine freundin zum draften mitnhemen... aber... naja die hat so shcon probleme mit zeit und schule. naja, irgendwann nimm ich sie wieder mal mit und dann spielt sie mit ihrem "kartenüberlegenheit/TOG" deck
 #52 mal ehrlich von McJoka am 02.05.2004 • 20:57
magic hat im verhältnis zu rollenspielen recht wenig mit fantasy zu tun, und wenn man sich für die hintergrundgeschichte und die bilder interessiert trifft das nicht zwingend auf turniere und wettbewerborientiertes spiel zu, das ist eher unwahrscheinlich. und zum thema besoffen: bekifft fehlt noch
 #53 Mehr davon. von BlackhawkBS am 03.05.2004 • 08:07
Wo findet man solche Frauen wie dich. Ich war versucht sofort einen Heiratsantrag zu formulieren.
Im Ernst: es müsste mehr von deiner Sorte geben. Du hast mit deinem Artikel alle wichtigen Punkte angesprochen und ich denke auch in allem sehr wahre Worte gesprochen.
Vielleicht treffe ich ja noch die Traumfrau von der wir alle Spieler, welches Spiel auch immer gespielt und gelebt wird, nächtelang träumen. Eine die unser Hobby versteht.
 #54 ts ts ts von Sturmgott am 03.05.2004 • 12:20
... ich habs ja gesagt...
 #55 Minderzahl von Belbe am 03.05.2004 • 14:21
Sehr interessanter Artikel, vor allem, da ich selbst ebenfalls eine der wenigen magicspielenden Frauen bin (mit Battletech im Nebenfach - Sci-Fi liegt bei mir also durchaus auch drin) und mir doch schon mehrmals anhören musste, dass ich 'für eine Frau ziemlich destruktiv' sei.
Die meisten Männer sind sich nicht gewohnt, von einer Frau in Magic auseinandergenommen zu werden und reagieren dementsprechend seltsam. Das ging bei mir von misslungener Anmache bis zu kompletter Perplexität ('Du ... äh ... ich ... ich geh mal Resultate abgeben ...' *davonschleich*).

Gemäss eines Buches, das mir letzthin in die Hände fiel ('Warum Männer lügen und Frauen schlecht einparken') habe ich in einem Test festgestellt, dass mein Gehirn grösstenteils männlich 'konfiguriert' ist - dazu gehören Dinge wie Interesse an logischen Prozessen (--> Naturwissenschaftsstudi) oder gutes Orientierungsvermögen und eher der rationale Approach an Konflikte, im Gegensatz zum eher emotionalen Approach der 'Durchschnitts-Frau'.
Meine These ist, dass eine eher männliche Gehirnkonfiguration notwendig ist, um Magic spielen zu wollen.
 #56 @belbe von sunrise am 03.05.2004 • 21:54
Hey! Genau das Buch hab ich für diesen Artikel auch zur Hand genommen! - Daraus hab ich auch meine These mit "Männer wollen lieber ihre Kräfte messen als Frauen" abgeleitet.
Was mich aber so verwundert, ist, dass ich laut tests nur zu 30% diese männliche Gehirnfiguration besitze und eigentlich überwiegend weiblich denke...und trotzdem spiele ich Magic!
(Ich bin allerdings auch nicht so scharf darauf meinen Gegner/meine Gegnerin auseinanderzunehmen, sondern freue mich nur so generell wenn ich gewinne...)
Also gibt es, wie es aussieht auch verschiedene Typen von Magicspielerinnen. Das mit der Gehirnfiguration ist aber wahrschinlich bei einigen schon ein Grund eher mit diese Spiel anzufangen.
Aber wie schon in einem Kommentar gesagt...eine endgültige Erklärung wird es wohl nie geben! (Seufz!)
 #57 Mädels sind halt einfach zu nett für Magic *fg* von Hoshi am 04.05.2004 • 09:58
Beim Schachspielen ist es ähnlich, auch dort setzen sich sowohl in der Masse als auch in der Klasse die männlichen Mitstreiter durch.

Wenn du ein Spiel wie Magic oder auch Schach spielst das diesen Duell Charakter hat (Mann gegen Mann , Auge in Auge) dann fühlen sich eher Persönlichkeiten angesprochen die über diesen Killerinstinkt in ausgeprägterer Form verfügen.

Ich persönlich mag Mädels die zum Magic Spielen kommen , und mir meine Ordner sortieren, ein Bier holen, mir den Nacken massieren , die Karten in die Hüllen packen ....

Und dann spiel ich Magic gegen einen Mann (den ich prinzipiel erstmal nicht mag, das ist gut für die Motivation ) bei einer Frau hätte ich schon das Problem mich zu motivieren *flöt*.

Mädels sind halt zu nett für Magic, und das ist gut so , lalala dum di dum ....

bis denne
euer Hoshi
 #58 Verdammt, von Zilla am 04.05.2004 • 10:21
da überfliegt man mal einen Artikel und übersieht glatt, dass eigene rhetorische Höhenflüge mit einem Zitat geehrt bzw. geahndet werden. Aber nun mal zu Zitat und Zusammenhang: Genauso wie niedrige Steuern die Wirtschaft ankurbeln, fördert eine solche Aussage das "Klischee", bzw. rückt den ganzen Sachverhalt noch weiter in das Licht, in dem es nun mal steht. Und ob man eine solche Aussage macht oder nicht, wird an der Gesamtsituation nun mal - leider - nichts ändern.
 #59 Da kamma nur sagen von 83!nZ d3r w!3nZ am 05.05.2004 • 19:13
FRAUEN AN DIE MACHT!
Macht Kaffee, macht Brötchen, macht sauber!


Guter Artikel!
 #60 Neue Theorie. Leider noch wenig ausgebaut. von Zimtbock am 05.05.2004 • 19:18
Ich hab jetzt von einer Theorie gehört, nach der Frauen prädikativ und Männer funktionalistisch denken.
Erklären kann ich´s nicht, also Beispiel:

Fragt man eine Frau "Setze fort: Der Hund bellt" wird sie oft antworten "Die Katze miaut. Der Hahn kräht. Die Giraffe rülpst..."
Der gefragte Mann antwortet oft: "Der Hund bellt, weil jemand im Garten ist." oder "...laut."

Anderes Beispiel: Aufgabe - auf einer 10m Strecke sollen alle 2m Pfosten gesetzt werden. Wieviele braucht man?

Frau: Versucht oft durch rechnen eine Lösung zu erhalten (was oft zu 5 statt 6 führt).
Mann: Stellt sich die Situation bildlich vor und "zählt" bis 6.

Letzteres wäre ein möglicher Grund zur Erklärung, warum männliche Schüler "besser" in Mathe sind, denn viele Aufgaben sind mit solchen kleinen Haken konzipiert.

Leider kann ich aus dieser Theorie keine Schlussfolgerung für den Fall Magic ziehen. Vielleicht fällt ja jemandem was ein.

(Post scriptum: Selbstverständlich funktionieren die Beispiele nicht bei jeder Person, doch für die Mehrheit der Probanden sollte das vorausgesagte Ergebnis zutreffen)
 #61 Kommentar eines pickligen pupertirenden Jungens von Tigris am 05.05.2004 • 21:35
ich finde den Artikel und vor allem auch die kommentare Klasse.
Ich muss sagen, dass mir bis jetzt auch erst zwei SpielerINNEN
unter die Augen gekommen sind. Ich spiele Hauptsächlich Casual oder Sealed und Boosterdraft an FNM s in der Schweiz. Und hier in der Schweiz kenne ich eigentlich auch keine Frauen die sich für Fantasy interessieren geschweige denn für magic die meisten in meiner Klasse Jung´s und Mädels lachen mich eigentlich nur aus.
Ahh und wegen den Klisches ich finde das Klisches nicht unbedingt falsch sein müssen vor allem bei meiner Altersklasse trifft sie recht gut zu. (Mich fragt andauern so eine typische Tusse was die motivation für Magic ist und selber raucht sie: ) und ich glaube das oben erwähnte buch heisst Warum männer Lügen und Frauen Schuhe kaufen. Auch hier gefundene Rechtschreibfehler dürfen behalten und von mir aus auch weiterverwendet werden
 #62 jaja, das weibliche geschlecht von Phoenix am 02.06.2004 • 13:48
also bei uns spielen ansich schon frauen.. und sind die leider nicht sonderlich hübsch
 #63 so,Artikel und alle Kommentare gelesen... von Eleusis am 05.09.2004 • 02:09
Auch wenn der Artikel nun ein wenig alt ist finde ich ihn immer noch lobenswert interessant. Auch wenn viele Übertreibungen angesetzt wurden , ist eben etwas zum schmunzeln.
Leider ist es definitiv der Fall das Frau weniger Interesse zeigt an Magic, wobei dies nicht unbedingt etwas mit Fantasy Interesse zu tun hat (meine Ex mochte RPGs aber Magic nicht ).
Nehmen wir dazu mal die Magiccommunity:
-viele Junge Spieler
-ohnehin größtenteils männliche Teilnehmer
-Magic ist nicht "Trendgame" bzw. sämtliche Spiele werden in einer bestimmten Altersschicht (15-18 manchmal auch bis 21) als "lächerlich" "kindlich" "unreif" abgetan, und entsprechend erfährt man keine positiven Erfahrungen z.B. in der Klasse.
Nehmen wir hinzu das Mädchen deutlich eher (auch vom Kopf her) "reif" sind oder versuchen es zu sein, wird oft auch diese Idee "cool sein" und nicht mehr "kindlich" aufgenommen. So wechselt auch die Sprache, statt zu fragen: "Kannst du heute spielen?" Kommt: "Hast du heute Zeit (natürlich nicht zum spielen, sondern zum...ja "beschäftigen"...).
Aber das ist vielleicht auch schon ein Phänomen unserer Zeit, das es viel um "Coolness" und Auftreten geht.
Stärkstes Argument (wirkt bei wirklich JEDEM) wenn man schief angemacht wird, weil man "ein Kiddie Kartenspiel spielt" ist immerhin die nicht niedrige Gewinnspanne (die man erreichen kann) bei Turnieren (PTQ, GP).
 #64 Kommentar Teil 2 von Eleusis am 05.09.2004 • 02:10
Warum also spielen wenige Frauen Magic bzw. Turniere?
-klare Sache: in einer Clique will man "cool" sein (glaubt mir das ist wirklich sehr oft so!), und besonders Frauen neigen zu einer Cliquen Bildung bei der es darum geht "toll" zu sein (Männer auch klar, aber die bleiben länger Kind und wollen zocken [seht ihr? ich sage "zocken" statt "spielen"]
-spielen andere Magic (gute Freunde) fängt man an es mal zu testen, ist dies nicht der Fall, gut wird man es eher gar nicht anfangen.
-der Wohlfühleffekt ist bei Frauen denke ich wichtig, und nur wenige fühlen sich in einer Umgebung wohl, in der sie von 100Männern ständig begafft/angebaggert und dann im Magic auch noch geschlagen werden (sollten sie gewinnen sind die Männer extrem gekränkt!), zumindest kann ich es mir nicht vorstellen dass eine Frau es toll findet in einer solchen Umgebung allein zu sein .

Was könnte helfen?
-Magic Einführungsrunden, für Paare
-Magic Frauen überzeugen ihre Freundinenn mal zu spielen
-gratis Deo und Parfüm Probem auf allen Turnieren spenden, damit wenigestens ein Paar Gegner nicht so schlimm riechen
*im übrigen halte ich es für ein Gerücht das die Magicszene nur aus pickeligen und "häßlichen Spielern" besteht. Nur nach 6h Turnier ist es einem doch echt scheiss egal ob nun meine Stirn glänzt, und ich Augenringe hab weil ich übermüdet bin (Duschen an den Sites??!!)*

miraclegames.de
 
 
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